Ungewohnter Sparzwang

Der Davensberger Kindergarten (hier ein Archiv-Bild vom Treffen mit Senioren) wird eine vierte Gruppe einrichten. ▪
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Der Davensberger Kindergarten (hier ein Archiv-Bild vom Treffen mit Senioren) wird eine vierte Gruppe einrichten. ▪

ASCHEBERG ▪ So richtig gut hat es mit dem Sparen zum Auftakt der Haushaltsberatungen 2011 im Jugend-, Senioren-, Sozial- und Sportausschusses noch nicht geklappt. Während an den größten Etatposten für die Leistungen nach den Sozialgesetz SGBII und für Asylbewerber aus gemeindlicher Sicht ohnehin nicht gerüttelt werden kann, taten sich die Politiker auch sichtlich schwer, bei Zuwendungen für gesellschaftliche Aktivitäten vor Ort auf die Ausgabenbremse zu drücken.

15 000 Euro, so die einstimmige Empfehlung des Gremiums sollen auf jeden Fall in eine provisorische vierte Gruppe in der Kindertagesstätte St. Anna in Davensberg investiert werden. Noch einmal so viel würde der kirchliche Träger beisteuern, um die beengten Verhältnisse in der Kita zumindest übergangsweise zu beenden. Dieses Ergebnis eines aktuellen Gesprächs zwischen den Jugendämtern von Kreis und Land, dem Kirchenvorstand, der Zentralrendantur, der Kindergartenleitung und der Verwaltung brachte Beigeordneter Klaus Limbrock am Donnerstag mit in die Etatberatungen des Gremiums.

Zwei Räume im Obergeschoss des Pfarrheims sollen die räumliche Enge in dem Davensberger Hort beenden und könnten ab September einer weiteren Kindergartengruppe Platz bieten. Die Betriebskosten von 8 000 Euro jährlich müssten erst 2012 in den Haushalt eingestellt werden, erläuterte Limbrock. Einen Deckungsvorschlag für die Investitionskosten habe man in der Kürze der Zeit allerdings noch nicht entwickeln können.

Mindestens drei Jahre soll das Provisorium im Pfarrhaus Bestand haben und dann ein Anbau folgen, erläuterte Limbrock die Auffassung der Verwaltung. Anders das Landesjugendamt, das die Übergangslösung zunächst nur für ein Jahr genehmigen wollte. Zu knapp, wie man im Rathaus angesichts der Kosten meint, sieht dort aber Chancen auf den längeren Betrieb.

Neben Umrüstung und Einrichtung der Gruppenräume muss ein zweiter Fluchtweg in dem Gebäude geschaffen werden. Dazu sei ein Dachgaubenausbau mit einer Tür und einer Außentreppe angedacht, erläuterte der Beigeordnete.

Geld bereitstellen möchte der Ausschuss auch künftig für die Senioren und bewilligte 3 300 Euro (pauschal nach Einwohnern berechnet) für diese Zwecke. Jene 2000 Euro, die bislang von der Gemeinde zusätzlich Aktivitäten und Angebote verschiedener Träger (Kirchengemeinden, DRK) in den Etat gestellt wurden, wollte man dagegen aussetzen. Entscheiden soll, nach Rücksprache mit Kirchengemeinden und DRK über grundsätzlich notwendige Angebote der HFA.

Grünes Licht gab es vom Ausschuss auch für die Anschaffung eines diebstahlsicher mit dem Tisch verbundenen Kunden-Computer für das Zentrum für Arbeit im Rathaus. 5 000 Euro sind hierfür inklusive Tastatur, Bildschirm, Drucker und Tisch veranschlagt. „Das Zentrum für Arbeit wird ohnehin Dauerzustand“, sagte Verwaltungsmitarbeiter Jürgen Stenkamp. Der Kunden-Rechner könne bei Bedarf auch etwa für die Fahrkartenbestellung bei der Deutschen Bahn genutzt werden, so Stenkamp. ▪ gh

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