Tietze-Stiftung unterstützt öffentliches Bücherregal

Eine sogenannte "Bücherzelle" steht auf dem Gelände des Kulturzentrums "Moritzhof" in Magdeburg, aufgenommen am Dienstag (14.04.2009). Statt des Telefonbuchs beherbergt sie nun andere Bücher wie Romane, Nachschlagewerke und Tagebücher und fungiert als Tauschbücherei. Die Telefonzellen sind ein Relikt aus der Kommunikationsgeschichte, das in Zeiten von Mobiltelefonen und Internetcafes immer weniger beachtet wird. Foto: Jens Wolf  dpa/lbn +++(c) dpa - Bildfunk+++
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So könnte das öffentliche Bücherregal aussehen.

Ascheberg - Einige Rückschläge hatte das Unternehmen „Öffentliches Bücherregal“ in Ascheberg hinnehmen müssen, doch jetzt ist eine Telefonzelle voller Bücher dank einer Spende der Tietze-Stiftung zum Greifen nah.

Barbara Kehrmann nahm sich der Idee an, die Sebastian Tillkorn im Juni 2015 mit der Gründung einer Facebook-Gruppe in die Öffentlichkeit trug. Das Thema fand schnell Gehör und kam auch im Bauausschuss zur Sprache – mit der Vorgabe, dass die Umsetzung der Gemeinde möglichst keine Kosten aufbürde. Die Ehrenamtlichen hatten bereits ein passendes Regal gefunden, doch ein Brand im August zerstörte das Regal und warf die Planungen zurück. „Das hat erstmal für einen Stopp gesorgt“, erklärt Kehrmann.

Telefonzelle als Bücherschrank

Bei der Tietze-Stiftung mit Sitz in Ascheberg stieß sie auf offene Ohren. „Die Stiftung war sehr angetan, sie hat schnell und unbürokratisch Starthilfe gegeben“, sagt Kehrmann. 750 Euro haben die Ascheberger nun zur Verfügung, um ihre Ideen in die Tat umzusetzen. In der Facebook-Gruppe, die mittlerweile 66 Mitglieder zählt, beteiligten sich viele kreativ an der Findung einer passenden Unterbringung des „Öffentlichen Bücherregals“. „Eine Telefonzelle kristallierte sich als der passendste Vorschlag heraus“, erklärt Kehrmann. Der Kontakt zur Telekom, die ausgediente Zellen in einem Lager bei Potsdam verkauft, ist bereits hergestellt. Auch ein Freiwilliger für die Fahrt hat sich in der Facebook-Gruppe gemeldet.

Standort wird noch gesucht

Was noch fehlt, ist ein Standort für das Regal. „Es geht jetzt um die Feinabstimmung mit der Gemeinde. Die ist wirklich entgegenkommend und sehr bürgerfreundlich“, sagt die Aschebergerin. „Wir wollen keine Konkurrenz zu bestehenden Angeboten schaffen, sondern sie ergänzen“, so Kehrmann.

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