Thomas Großerichter in Herbern

Kurz vorm Ziel: Weltumradler im Heimatdorf

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Begeistert empfingen die Herberner ihren radelnden Weltenbummler.

Herbern - Große Wiedersehensfreude gab es am Sonntagmittag auf dem Hof Großerichter in Horn. Vater Richard, Mutter Agnes, seine Geschwister, Verwandten, Freunde und Fans warteten gespannt auf Thomas Großerichter, der auf der vorletzten Etappe seiner Weltumrundung einen Abstecher zum elterlichen Hof in Horn machte.

Die Radsportabteilung des SV Herbern und der RSV Münster gaben dem zukünftigen Weltrekordler Thomas Großerichter ab Bocholt sportliches Geleit. Plakate mit „Thomas, Du schaffst das“ und „Willkommen daheim“ schmückten die Einfahrt von Großerichter. Mit einem Spalier begrüßten ihn seine Freunde, Verwandten und Fans bei seiner Ankunft.

Sprachlos und überwältigt war Großerichter vom Empfang in der Heimat. „Ich kann gar nichts sagen, ich bin überwältigt. Das ist Wahnsinn hier. Die Herberner haben mir die ganze Zeit den Rücken gestärkt, das ganze Dorf steht hinter mir. Ich habe die allergeilsten Fans, danke schön“, waren dann aber doch seine ersten Worte nach seiner Ankunft.

Im Anschluss an das familiäre Wiedersehen fuhr Großerichter noch zwei Ehrenrunden durch Herbern, wo viele Herberner die Südstraße säumten, um den vermutlich künftigen Weltrekordler zu sehen und ihm somit Respekt vor seiner außergewöhnlichen Leistung zu zollen.

Weltumradler Thomas Großerichter

Großerichter fuhr anschließend direkt weiter in Richtung Berlin, denn morgen Mittag um 13 Uhr soll die Fanmeile am Brandenburger Tor wegen der Silvesterparty gesperrt werden und er möchte auf jeden Fall morgen seinen Weltrekord klar machen. „Noch ist nichts geschafft, erst wenn ich am Brandenburger Tor angekommen bin, ist der Rekord meiner. Mein Team hat genauso viel Anteil an dieser Leistung wie ich“, sagte Großerichter.

Selig schloss auch Mutter Agnes ihren Thomas in die Arme.

Thomas Großerichter steht kurz davor, einen neuen Weltrekord aufzustellen: Die Erde in weniger als 100 Tagen mit dem Fahrrad zu umrunden, war das Ziel des 27-Jährigen, der seine abenteuerliche Reise um den Globus an seinem 27. Geburtstag, am 17. September, in Berlin am Brandenburger Tor startete. Großerichter muss nach den Guinness-Regeln 28 900 Kilometer in östlicher oder westlicher Richtung zurücklegen und dabei zwei Antipoden-Punkte durchqueren. In seinem Fall waren das Wellington, Neuseeland, und Alaejos in Spanien. Aufgrund einer Regeländerung von Guinnes World Records Ltd. zählen bei dem Weltrekord alle Tage, die Großerichter und sein Team zurückgelegt haben, also auch die Tage werden dazugerechnet, die im Flugzeug oder im Bus gefahren und geflogen worden sind. Aufgrund dieser Tatsache wird das 100-Tage-Ziel für Großerichter nicht mehr zu erreichen sein, was aber auch nicht schlimm ist, denn der derzeitige Titelträger Alan Bate hatte vor zwei Jahren 127 Tage für die Weltumrundung gebraucht.

Bis heute ist der Herberner Großerichter 105 Tage unterwegs, knapp 28 500 Kilometer ist er bisher gefahren, 18 Länder und fünf Kontinente sind durchquert und auch die Regeländerung kann nichts daran ändern, dass Großerichter heute - wenn alles nach Plan läuft - als schnell-ster Mann in Berlin einfährt.

Der Herberner hatte sich schon länger das Ziel in den Kopf gesetzt, seinen Weltrekord passend zum Jahresende abzuschließen und somit den Briten Alan Bate abzulösen. Die Herberner sind stolz auf ihren Helden und wünschen ihm auf seinen letzten Kilometern viel Erfolg, um rechtzeitig am Brandenburger Tor anzukommen. - isa

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