Tafel Ascheberg bestätigt Vorsitzenden Hörster im Amt

+
Der Vorstand der Tafel setzt sich zusammen aus (v.l.): Annegret Soester, Hanna Schlinge, Manfred Theil, Hildegard Fenski, Martin Hörster und Ute Henrotte.

Ascheberg - Martin Hörster bleibt entgegen seiner Ankündigung für zwei weitere Jahre Vorsitzender der Ascheberger Tafel. Das ergab die Mitgliederversammlung am Dienstag, ebenso wie einen möglichen Umzug der Herberner Ausgabe.

In Frenkings Tenne stellt Hörster sich zur Wiederwahl. Netzwerke vertrügen keine harten Schnitte, erklärte er, dass es nicht gelungen sei, einen Nachfolger zu finden und einzuarbeiten. Zudem greife die Flüchtlingsthematik stark in die Arbeit der Tafel hinein, begründete er den Entschluss, weiterzumachen. 

Zu seinen Stellvertreterinnen wählten die Mitglieder am Dienstag Ute Henrotte und Hildegard Fenski, die für Andreas Barthold nachrückte. Kassierer bleibt Manfred Theil, Hanna Schlinge übernahm von Heike Hörster die Protokollführung. Beisitzerin ist Annegret Soester. 

Mitarbeiter lehnen Annahmestopp weiterhin ab

In seinem Jahresbericht machte Hörster deutlich, dass die Tafel keine Flüchtlingshilfsorganisation sei: „Wir unterstützen Hilfsbedürftige. Wir unterscheiden nicht nach Religion und ethnischer Herkunft.“ Kerngeschäft sei vielmehr die Tafelarbeit. Man erhalte aus Produktionen und Handel Lebensmittel, die ohne die Vereinsarbeit vernichtet würden und sorge für eine kontinuierliche wöchentliche Ausgabe. Zudem führt das Tafelteam zweimal jährlich die Aktion „Kauf 2, gib 1“ durch. 

Bedingt durch die Flüchtlingsthematik sei die Anzahl der Bedarfsgemeinschaften markant angestiegen, ließ Hörster die rund 30 Teilnehmer wissen. So habe sich die Ausgabe der Lebensmittel – bei gleichbleibendem Eingang – deutlich erhöht. Einen Annahmestopp lehnen die Tafel-Mitarbeiter derzeit ab. 

Möglicher Umzug der Herberner Ausgabe

In eingespielten Bahnen laufe das Kleiderstübchen der Tafel, und das Thema Schulobst wurde dank der Elternschaft der Lambertusschule quasi zum Selbstläufer. Der Kassenbericht von Manfred Theil wies für 2015 eine stabile Kassenlage aus. Die Kassenprüfer Hildegard Kuhlmann und Ludger Wobbe bescheinigten eine einwandfreie Kassenführung.

Zwei Satzungsänderungen, die sich auf die Zahl der Beisitzer beziehen, wurden beschlossen. Der besondere Dank der Tafel ging für eine großzügige Geldspende an die Familie Dehler und an die Tietze-Stiftung. In der Sitzung erklärte Wolfgang Tietze, dass man die Kosten für Wartung und eventuelle Reparaturen der Kühlhäuser übernehmen werde. Zudem wolle die Tafel ein neues Lastregal anschaffen, um die Waren besser lagern zu können, ergänzte Hörster.

Auf Anregung von Ludger Wobbe will der Tafelvorsitzende im Gespräch mit der Gemeinde erfragen, ob in den leerstehenden Räumen der ehemaligen Fleischerei Berger die Herberner Ausgabestelle der Tafel einziehen könne. Die Gemeinde hatte das Haus Ende 2015 zur Unterbringung von Flüchtlingen gekauft. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare