30 Szenarien von Leitersturz bis Chemieunfall

24 Stunden auf Zack: Herberner Nachwuchs von Feuerwehr und DRK arbeitet bei Einsatztag eng zusammen

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So sieht echte Teamarbeit aus: Jugendrotkreuz und Jugendfeuerwehr arbeiteten bei der 24-Stunden-Übung am Wochenende Hand in Hand, löschten, evakuierten und behandelten Verletzte.

Herbern – Das Herberner Jugendrotkreuz probte am Wochenende Ernstfälle wie einen Leitersturz, einen Fahrrad- und einen Chemieunfall im Schulunterricht. 30 Szenarien hatte das Team rund um Jugendrotkreuzleiter Peter Koch und seinen Stellvertreter Michael Schütte-Nütgen dafür ausgearbeitet.

Samstag, Punkt 16 Uhr. Ein schrilles Alarmsignal scheucht zwölf Kinder und Jugendliche in den Räumen des Juin (OJA) in Herbern an der Südstraße auf. Eine Großübung mit der Jugendfeuerwehr steht an. Zügig fahren die Einsatz-Wagen des Jugendrotkreuzes zur Einsatzstelle nach Ascheberg. An der Profilschule an der Bahnhofsstraße quillt dichter Rauch aus dem Gebäude II.

 Im Chemie-Raum ist eine Flüssigkeit explodiert. Die Jugendfeuerwehr hat bereits mit der Brandbekämpfung und der Bergung der fünf Verwundeten begonnen. Nun ist das Können von den Einsatzleitern Dominik Koch (Jugendfeuerwehr) und Can Luca Yilmam (JRK) gefragt. Strategisch beginnen beide, die anstehenden Aufgaben zu koordinieren und den Nachwuchsrettern Anweisungen zu geben.

Gemeinsame Übung von Jugendrotkreuz und Jugendfeuerwehr in Herbern

Erst evakuieren die Jugendfeuerwehrleute die Verletzten nach und nach aus dem Chemie-Raum, dann werden die kontaminierten Opfer an der zwischenzeitlich aufgebauten Behandlungsstelle von den Nachwuchskräften abgeduscht. Die JRKler übernehmen anschließend die Erstversorgung der fünf Verletzen (Verätzungen, Verbrennungen und Schock).

Bei weiteren Übungsszenarien, die bis in den frühen Sonntagmorgen dauerten, wurden immer drei Mitglieder abberufen. Zum gemeinsamen Abendessen hatten die Kinder und Jugendlichen einige aufregende Erfahrungen gesammelt, über die sie sich austauschen konnten. Bis Sonntagmittag um 12 Uhr war Schlaf deshalb Mangelware. Das Alarmsignal nahm auf Uhrzeiten nun einmal keine Rücksicht.

Peter Koch war sehr zufrieden und auch ein bisschen stolz auf seine Schützlinge, denn das JRK hatte sich zum ersten Mal an der 24-Stunden-Übung mit Kindern und Jugendlichen zwischen 14 und 20 Jahren beteiligt. „Es sollten neue Impulse gesetzt werden und die Retter sollten sich einmal 24 Stunden mit der Thematik auseinandersetzen. Hier geht es erst mal nicht um Leistung, sondern um das Mitmachen“, schloss Koch. Alles habe „super geklappt und viel Spaß gemacht“, so der Jugendrotkreuzleiter.

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