Stellplätze ohne Versorgung für Wohnmobile

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In Herbern könnten Wohnmobile auf einem Grundstück an der Rankenstraße, Ecke Lindenstraße ein Stellplätzchen finden. Eine Bauvoranfrage liegt bereits beim Kreis. ▪

ASCHEBERG ▪ Dank seiner zentralen aber dennoch ruhigen Lage – die Geschäfte und Gastronomie des Ascheberger Ortskerns sind fußläufig zu erreichen – eignet sich der Parkplatz an der Appelhofstraße (anliegend Frenkings Weide) sehr gut als Stellplatz für Wohnmobile.

Vor allem ließe sich der rückwärtige Bereich des gemeindeeigenen Parkplatzes ohne viel Aufwand zu einem Stellplatz für Wohnmobile umrüsten, bestätigten die Geschäftsführerin von Ascheberg Marketing, Melanie Wiebusch, und der Beigeordnete Klaus Limbrock am Mittwoch in der Sitzung des Wirtschaftsförderungsausschusses (WFA). Im Frühjahr hatte das Gremium, vom touristischen Nutzen eines solchen Angebotes überzeugt, die Suche nach einem geeigneten Standort angestoßen.

Vier Parkbuchten mit den Ausmaßen sieben Mal 3,50 Meter ließen sich problemlos ausweisen, zudem bliebe Platz für den bereits vorhandenen Fahrradständer und Parkmöglichkeiten für Pkw, erfuhren die Ausschussmitglieder, die schnell von den Standort-Vorteilen überzeugt waren und ohne Gegenstimme dem Vorschlag zustimmten.

Dagegen war die Einrichtung einer Versorgungsstation inklusive Strom, Wasser und Abwasser schnell vom Tisch. Das wundert nicht, denn für den Bau einer solchen Station stünden inklusive Bauarbeiten rund 43 400 Euro zu Buche, hatte die Verwaltung in ihrer Sitzungsvorlage vorgerechnet. Selbst ohne die just verhängte Haushaltssperre hätte eine solche Investition keine Zustimmung gefunden, war aus den Beiträgen der Politiker erkennbar. Nun will man an der Appelhofstraße erst das tatsächliche Interesse der Wohnmobil-Fahrer ausloten.

Zwei private Initiativen in Sachen Wohnmobil-Rastplatz gibt es in Davensberg und Herbern, erläuterte Melanie Wiebusch. In Davensberg gibt es bereits seit einigen Jahren einen privaten Platz für bis zu fünf Wohnmobile, der gut angenommen werde und sogar schon über Stammgäste verfüge.

Ein Herberner Grundstückseigentümer hat im Gewerbegebiet Vogelrute (Rankenstraße/Lindenstraße) eine Fläche als Wohnmobilplatz angeboten und eine entsprechende Bauvoranfrage an die Bauaufsichtsbehörde des Kreises gerichtet.

Für einen möglichen Standort auf gemeindeeigener Fläche am Bahnhofsweg in der Nähe einer Gaststätte wäre eine Änderung des Bebauungsplanes notwendig. ▪ gh

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