„Mayors for Peace“ (Bürgermeister für den Frieden)

Auch Ascheberg soll Flagge zeigen: SPD fordert Eintritt in Bündnis gegen Atomwaffen

+
Der Kreis Coesfeld ist dem Bündnis „Bürgermeister für den Frieden“ beigetreten und beteiligt sich am 8. Juli am Flaggenhisstag. Die Flagge halten Wolfgang Heuermann, Leiter des Büros des Landrats, und Kreis-Mitarbeiterin Caroline Püth.

Ascheberg – Die vollständige Abschaffung der Atomwaffen hat sich die Organisation „Mayors for Peace“ (Bürgermeister für den Frieden) auf die Fahne geschrieben. Die SPD-Fraktion regt jetzt in einem Antrag an den Haupt- und Finanzausschuss den Beitritt der Gemeinde Ascheberg zu dem Bündnis an.

Dem Netzwerk gehören 7500 Städte und Gemeinden aus 163 Ländern an, 658 Mitglieder (Stand 3. Mai) sind es in Deutschland, informiert der SPD-Fraktionsvorsitzende Christian Ley. Zum jährlichen Flaggentag am 8. Juli, so Ley weiter, solle zudem eine Hissflagge des Netzwerkes vor dem Rathaus aufgezogen werden. 

Kürzlich sei der Kreis Coesfeld ebenfalls beigetreten und auch die meisten Städte und Gemeinden des Kreises seien vertreten. „Die Gemeinde Ascheberg sollte gerade in Zeiten schwindender internationaler Solidarität und wachsender nationalistischer Tendenzen Flagge zeigen und sich für einen dauerhaften Frieden und die Ächtung von Nuklearwaffen einsetzen“, argumentiert er. 

Öffentliches Bewusstsein schaffen

„Die Organisation Mayors for Peace wurde 1982 durch den Bürgermeister von Hiroshima gegründet“, heißt es in dem Antrag weiter. Das internationale Netzwerk hieß früher „Programm zur Förderung der Solidarität der Städte mit dem Ziel der vollständigen Abschaffung von Atomwaffen“. 

1991 wurden die Mayors for Peace vom Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen als parteipolitisch unabhängige Nichtregierungsorganisation registriert. Durch Aktionen und Kampagnen versuche das Netzwerk, die weltweite Verbreitung von Atomwaffen zu verhindern und deren Abschaffung zu erreichen. 

In der Antragsbegründung wird ausgeführt:

„Besonders seit 2010 bemüht sich die Organisation, eine weltweite Bewegung zu schaffen, die auf den Abschluss einer Atomwaffenkonvention drängt, die die Herstellung, den Besitz und die Verwendung von Atomwaffen verbietet (...) 

Um das öffentliche Bewusstsein auf der ganzen Welt in Bezug auf die Abschaffung der Atomwaffen zu verstärken, wird die Botschaft von Hiroshima und Nagasaki durch Projekte wie Materialausstellungen über Atombomben, Erfahrungsberichten von Überlebenden der Atombombenabwürfe und die Erhaltung der „Flamme des Friedens“ weltweit verbreitet.“ 

Die Kosten einer Mitgliedschaft betragen 20 Euro pro Jahr und sollten keinen Hinderungsgrund darstellen, stellt Christian Ley abschließend fest.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare