Ein Sommertraum am Schloss Nordkirchen

Diese Gäste haben es sich mit mitgebrachten Möbeln, kühlen Getränken und einem selbstgemachten Nachtisch gemütlich gemacht. Und auch die passende Garderobe durfte nicht fehlen.

Nordkirchen - „Herzlich willkommen zum wahrscheinlich letzten schönen Wochenende in diesem Sommer“, mit diesen launigen Worten gegrüßte der musikalische Leiter Franz Lamprecht die mehr als 6000 Freunde klassischer Musik am Freitagabend am Schloss Nordkirchen bei sommerlich milden Abendtemperaturen zur „Nacht der 10 000 Kerzen“.

Es hätte sicher nicht der einladenden Worte bedurft, um vor dem Konzert für gute Stimmung bei dem Publikum zu sorgen. Die treue und zumeist dem Anlass gebührend gekleidete Zuhörerschaft bringt seit Jahren zu diesen Kultkonzerten nicht nur eigene Speisen und Getränke von Champagner bis Sprudelwasser sowie Sitzmöbel, Tische, feine Deko und edle Kerzenständer mit, sondern darüber hinaus eine tüchtige Portion guter Stimmung.

Zu Beginn des zweiten Teils wurden die rund 10.000 Kerzen entzündet und tauchten Schloss und Umgebung in ein festliches Licht.

Klassik Open Air Schloss Nordkirchen

Die Zahl der Zuschauer – die inzwischen weit über die Grenzen von NRW zu finden sind - konnte mit über 6000 verkauften Eintrittskarten wieder einmal gesteigert werden. Quantitativ und sicher auch qualitativ: In diesem Jahr hatte der Finanzminister von NRW und Schirmherr des Kulturereignisses, Dr. Norbert Walter-Borjans, der in der ersten Reihe im Innenhof am barocken Wasserschloss an diesem Abend sichtlich Spaß hatte, seinen Teil dazu beigetragen.

Feuerwerk begleitet Schlusspunkt

Musikalisch überzeugten Lamprecht und die Rumänische Staatsphilharmonie mit Stücken von Anatoli Liadow über Antonin Dvorak und Felix Mendelssohn Bartholdy bis zu Edward Elgar. Untermalt wurde die Musik mit farbigen Wasserspielen und Schloss-Illuminationen, die gekonnt miteinander synchronisiert waren.

Nicht zu vergessen das zweiteilige Feuerwerk. Das letzte und umfangreichere Feuerwerk war Teil eines fulminanten musikalischen und visuellen Schlusspunktes. Das Publikum war begeistert und mochte Dirigent und Orchester nicht ohne vehement eingeforderte Zugaben von der Bühne ziehen lassen.

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