„Schwerwiegende Risiken“

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Mit diesem Plakat weist die BIST auf den Aktionstag in Münster. ▪

HERBERN ▪ Beim Fahren durch Herbern oder beim Bummeln durch die Südstraße kann man seit kurzem wieder an vielen Stellen die grünen Plakate der „Bürgerinitiative für Sauberes Trinkwasser“ (BIST) sehen.

Ob an der Tankstelle oder an den Schaufenstern der Geschäfte und kleinen Handwerksbetriebe – überall wird auf die erste zentrale Kundgebung gegen die unkonventionelle Gasförderung hingewiesen. Die BIST unterstützt diese Initiative des Aktionsbündnisses der bestehenden BIs. Deren Vertreter werden am Freitag, 27. Mai, ab 16.30 Uhr in Münster auf dem Prinzipalmarkt vor dem Friedenssaal auf die Gefahren durch die unkonventionelle Gasförderung aufmerksam machen.

Hintergrund dieser Aktion ist eine am gleichen Tag stattfindende Veranstaltung mit dem amerikanischen Konzern „Exxon Mobil“, welcher sich vor allem im Münsterland Aufsuchungsrechte für Erdgas gesichert hat. Mitglieder der BIST sind mit einem Infostand vertreten, suchen das Gespräch mit den Menschen und wollen „auf schwerwiegende Risiken“ hinweisen, die ihrer Ansicht nach mit dem so genannten Fracking verbunden sind, vor allem die Verschmutzung des Grund- und Trinkwassers.

Die inzwischen heftig umstrittene unkonventionelle Gasförderung gerät nach Ansicht der BIST immer mehr in die Negativschlagzeilen. So zitiert die Bürgerinitiative Medienberichte, wonach US-Wissenschaftlern in Gebieten, in denen Erdgas aus Schiefergestein gefördert wurde, im Grundwasser eine deutlich erhöhte Methangasmenge gemessen hätten. In einem Umkreis von einem Kilometer um die Bohrstellen habe die Gaskonzentration im Wasser teilweise das 17-fache verglichen mit Gebieten ohne Gasförderung betragen. „Ähnliche Auswirkungen befürchten wir auch in NRW bei einer flächendeckenden Gasförderung“, heißt es. Um das Wasser und die Gesundheit der Menschen dauerhaft zu schützen, müsse der Protest weitergehen.

Nun hofft die BIST auf breite Unterstützung der Bürger. Für alle, die an der Demonstration in Münster teilnehmen möchten, bemühen sich die Aktiven, Mitfahrgelegenheiten zu organisieren. Kontakt zur BIST können Interessierte heute, sowie am Donnerstag, 26. Mai, von 8.30 bis 10.30 Uhr unter Telefon 0 25 99/73 58 aufnehmen. ▪ red

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