Schule fertig, und dann...? Profilschüler absolvieren Betriebspraktikum

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Der 14-jährige Schüler Malte Gossheger ist zufrieden mit seiner Arbeit: Er hat sein eigenes Schachbrett in der Möbelwerkstatt Hönekop in Herbern angefertigt.

Herbern - Insgesamt drei Wochen lang dürfen die Schüler der Ascheberger Profilschule derzeit in ihre Traumberufe im Rahmen eines Schülerpraktikums reinschnuppern. Die Praktikumsbetriebe sind unterschiedlich, das Ziel aber bei allen Schülern gleich – sie alle müssen sich in den nächsten Monaten entscheiden, wohin die Reise nach der zehnten Klasse geht. Die Praktika sind für viele Schüler eine große Entscheidungshilfe.

Die 14- bis 15-jährigen Schüler sind dank der umfassenden Berufsorientierung an der Schule gut vorbereitet in die Praktikumszeit gegangen. Bewerbungstrainings, Potenzialanalyse, Projekte wie „Sozial Genial“ in der Eingangsphase sechs gehören wie drei Tagespraktika bei der Berufsfelderkundung zur Vorbereitung in der Profilschule. Der WA hat in dieser Woche drei Profilschüler in ihren Praktikumsbetrieben besucht.

Viele neue Eindrücke in der Reparaturwerkstatt vom Autohaus Klaves hat Simon Schäfer in den vergangenen zwei Wochen gesammelt. „Kleinere Dinge durfte ich auch schon machen. Die Arbeit als Mechatroniker gefällt mir richtig gut“, sagte Simon. Auch Hans-Jürgen Kaiser von der Firma Klaves bescheinigte dem 14-Jährigen ein handwerkliches Geschick. „Er ist interessiert und macht seine Sache gut“, sagte Kaiser. 

Viviane Schnell darf in der Zahnarztpraxis bei Dr. Baartz das Besteck für den nächsten Patienten herausauslegen.

Vielfältige Arbeitsbereiche lernte auch Malte Goßheger in der Möbelwerkstatt Hönekop in Herbern kennen. Ein Schachbrett aus Holz zu erstellen, stand in dieser Woche auf seinem Stundenplan. „Das Arbeiten ist so, wie ich es mir vorgestellt habe. Im Vorfeld hatte ich schon einmal an einer Betriebsbesichtigung teilgenommen. Es macht mir viel Spaß. Es ist besser als die Schule “, so der 14-jährige Malte. 

Geschäftsinhaberin Elke Eckmann von der Möbelwerkstatt lobte die Zusammenarbeit mit der Profilschule. „Man gibt sich sehr viel Mühe auf allen Ebenen“, so Eckmann. In der Zahnarztpraxis Baartz und Thiemann absolviert Vivienne Schnell ihr Praktikum. Ihr Berufswunsch Zahnarzthelferin hat sich jetzt schon verfestigt. „Das ist auf jeden Fall was für mich. Den Kontakt mit Menschen finde ich richtig gut“, sagte Vivienne, nachdem sie das Zahnbesteck für den nächsten Patienten herausgelegt hatte. 

Betriebe beurteilen erstmals die Schüler 

Pädagogin Simone Lütkenhaus koordiniert die Berufsvorbereitung ihrer Schützlinge. Bevor der erste Neuner-Jahrgang ins Schulpraktikum startete, standen zehn Vorbereitungstage an. Dabei standen der Schule Partner wie die Kreishandwerkerschaft, die Industrie- und Handelskammer und die Agentur für Arbeit zur Seite. Die Rückmeldungen seitens der Unternehmen sind sehr positiv, erfuhr Lütkenhaus. „Die Schüler sind selbstständig orientiert und das kommt bei den Betrieben auch gut an“, sagte Lütkenhaus. 

Gespannt ist sie darauf, wie die Praktikumsbetriebe die Schüler beurteilen. In diesem Jahr wurde das erste Mal so eine Befragung vorgenommen. Die Ergebnisse werden ausführlich beim Elternsprechtag mit den Schülern und Eltern besprochen, so Lütkenhaus. 

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