Schluss mit den Drogen: Hermann Wenning liest

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Der Sport half Hermann Wenning, von den Drogen loszukommen.

Herbern - Der Autor Hermann Wenning stellt Samstag, 25. November, um 14 Uhr in der Fachklinik Release, Merschstraße 49 in Herbern, sein zweites Buch vor. Der Titel: „Versoffene Jugend“.

Der in Hamm wohnende Hermann Wenning hatte vor über einem Jahrzehnt in der Fachklinik Release seine Alkohol- und Drogentherapie erfolgreich absolviert.

Hermann Wenning schreibt in seinem Buch: „Alkohol steht überall bei uns herum … in der Garage, im Keller, im Kühlschrank. Alkohol, die legale, gesellschaftlich anerkannte Volksdroge, ist überall und zu jeder Zeit zugänglich. Keine Feier, kaum ein Anlass in diesem Land wird ohne Alkohol bestritten.“

Schon als Jugendlicher alkoholabhängig

Stiefeltrinken im Fußballverein, Frustsaufen als Reaktion auf Überforderung und Versagensängste in der Schule und Ausbildung, Flatrate-Saufen auf Partys, Trinken aus Gruppenzwang – Alkohol ist im Leben vieler Jugendlicher dauerpräsent, dessen Konsum verselbstständigt sich schnell und führt zu Problemen im Alltag. So erlebt es auch Wenning, der im münsterländischen Legden aufwächst und bereits als Jugendlicher alkoholabhängig wird.

Sein Ehrgeiz und seine Erfolge im Laufsport verhindern eine Zeit lang Schlimmeres, doch der Absturz des gelernten Landwirts in die Drogenszene ist nicht aufzuhalten. Bis ihn der Sport erneut aus der Krise holt. Offen und ehrlich erzählt Wenning seine Geschichte und warnt vor den körperlichen und seelischen Gefahren, wenn die Alltagsdroge Alkohol zur Sucht wird.

Seit mehr als sieben Jahren in der Suchtprävention

Hermann Wenning war über 20 Jahre abhängig und konsumierte später neben Nikotin und Alkohol auch noch Cannabis, Ecstasy, LSD, Amphetamine und Heroin in großen Mengen. 2010 erschien sein erstes Buch „Lauf zurück ins Leben“, in dem er das Abrutschen und schließlich auch den Ausstieg aus der Drogenszene beschreibt. Auch seine erfolgreiche Therapiezeit in Herbern hat er in seinem Buch eindrucksvoll beschrieben.

Inzwischen ist er zwölf Jahre alkohol-, nikotin- und drogenfrei. Seit mehr als sieben Jahren betreibt er Suchtprävention in Schulen, Kliniken und Gefängnissen.

Der Eintritt zur Lesung am 25. November ist frei.

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