Weltgebetstag

Recyclingaktion: Alte Stifte für ein neues Leben

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Ursula Schillen (l.), Angelika Hölscher von der kfd und Barbara Rogoll (v.r.) von der Evangelischen Frauenhilfe haben hier zwei Spenderinnen in die Mitte genommen, die im Schreibwarengeschäft Angelkort ausgediente Stifte in die Sammelbox gegeben haben. Weitere Sammelstelen der Aktion sind die Filialen von Sparkasse und Volksbank in Herbern. 

Herbern - „Stifte machen Mädchen stark“, heißt die Aktion zum Ökumenischen Weltgebetstag der Frauen, an der sich die kfd Herbern und die Frauen der Evangelischen Gemeinde beteiligen. Um 200 syrische Mädchen in einem Flüchtlingslager im Libanon mit Schulmaterial ausstatten zu können, werden in dem bundesweiten Projekt ausgediente Schreibgeräte aus Kunststoff gesammelt und recycelt.

Der Erlös der gewonnenen Rohstoffe fließt in das Projekt. Wenn Kugelschreiber, Filzstifte, Gelroller oder Textmarker leer sind, können sie also immer noch nützlich sein. Auch Tipp-Ex-Fläschchen, Füller oder Patronen können in die Sammelboxen wandern, die von den Helfern in örtlichen Geschäften aufgestellt werden. 

Aber Spender dürfen nicht gleich das ganze Etui entleeren. Klebestifte, Radiergummis, Lineale, Bleistifte und Scheren gehören nicht in die Sammlung. Wer also Schreibtischschubladen und Ranzen von alten Schreibgeräten befreien will, kann die Sammelboxen in den Herberner Filialen von Sparkasse und Volksbank sowie im Schreibwarengeschäft Angelkort nutzen, berichtete Ursula Schillen von der kfd. 

Die Stifte werden eingeschmolzen, recycelt und das Material wird anschließend verkauft. Der Gegenwert von 450 ausrangierten Stiften genügt, um ein Mädchen mit Schulmaterial auszustatten und ihm Chancen auf eine bessere Zukunft zu bieten. Eine einfache Gelegenheit, Gutes zu tun, finden die Herberner kfd-Frauen und unterstützen die Sammelaktion zum Weltgebetstag am 2. März 2018 gern. 

Neben der Ausgabe der Flugblätter zu der Aktion werben sie auch mit viel Mundpropaganda für die Sammlung. Die originelle Spendenidee kommt vor Ort gut an. „Die Aktion finde ich gut, da mache ich gerne mit“, zitierte Schillen, was die Helferinnen oft hörten. Das macht Hoffnung, denn die von den örtlichen Unterstützern verlangte Mindestmenge liegt bei 15 Kilogramm nutz- aber nicht wertlosen Plastikmaterials. 

Wenn die Marke erreicht – oder besser noch: überschritten – ist, können sie das Material einsenden, ohne für das Porto aufkommen zu müssen. In der zugrunde gelegten Kalkulation wird jeder Plastikstift mit 10 Gramm berechnet und der Weltgebetstag-Organisation dafür jeweils ein Cent gutgeschrieben. Mitmachen können alle, die die unbrauchbaren Schreibgeräte ausmustern und damit gleichzeitig einen guten Zweck fördern wollen. Privatleute, Schulen, Kindergärten, Kirchengemeinden, Arztpraxen und Vereine, warb Ursula Schillen für breite Unterstützung. 

Die Kampagne endet auch nicht mit dem Gebetstag, sondern werde mindestens bis Ende 2018 fortgesetzt, heißt es auf der Homepage des Weltgebetstags. 

Wer eine Box aufstellen und so zur „Bildung anstiften“ möchte, kann sich per E-Mail an stifte@weltgebetstag.de als Sammelstelle melden. Für die kfd Herbern erteilt Ursula Schillen, Tel. 0 25 99/21 10 Auskunft.

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