Bürgerinformationsveranstaltung

Profilschul-Umzug: Bürger befürchten zu viele Autos auf Altenhammstraße

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Die Umstrukturierung des Schulzentrums in Herbern war Thema einer Bürgerinformationsveranstaltung.

Herbern - Zum Infoabend über die Umstrukturierung der Schulstandorte in Ascheberg und Herbern fand sich das Publikum am Dienstagabend in überschaubarer Zahl in der Herberner Aula ein. Angesichts der befürchteten Verkehrssituation auf der engen Altenhammstraße regte sich Skepsis in der Runde.

Den Ausführungen von Wibke Evert und Frank Lohse vom Büro Lindner & Lohse Architekten über ihre Bestandsanalyse und das Raumkonzept der Schulstandorte folgten rund 40 Besucher mit Interesse. 

Die präsentierten Ergebnisse der Experten dienten Ende November als Basis für die Entscheidung, die Schulstandorte in Ascheberg und Herbern neu zu sortieren. Die Profilschule wird demnach am Standort in Ascheberg konzentriert, die Marienschule samt Übermittagsbetreuung wechselt in das Herberner Profilschulgebäude und ins Gebäude der Marienschule soll wiederum die Kita Abenteuerland nachrücken.

Bestandsanalyse: Wibke Evert und Frank Lohse von Lindner & Lohse Architekten gaben am Dienstagabend Informationen.

Durch die Konzentration der Profilschule auf den Standort Ascheberg falle der Aufwand im Verhältnis der wachsenden Schülerzahl zum zusätzlichen Raumbedarf relativ gering aus, erläuterten Evert und Lohse eine Erkenntnis ihrer Analyse. Die Schülerzahl steige um ein Drittel, der Flächenbedarf aber nur um ein Viertel. Dieser solle mit Umbauten im Bestand und einem rund 1.000 Quadratmeter großen Neubau geschaffen werden. Synergieeffekte entstünden, weil Klassen-, Fach- und Verwaltungsräume nicht mehr doppelt angeboten werden müssten. Zudem entfalle für Schulleitung, Kollegium und Verwaltung der Profilschule erheblicher Mehraufwand für Fahrten, Personaleinsatz und Organisation.

Ferner wurden auch andere Varianten wie etwa der Verbleib der Marienschule in ihrem Gebäude erläutert. Auch die städtebauliche Idee, mit einem Verzicht der Turnhalle an ihrer jetzigen Stelle eine offene Ortsmitte zu gestalten, wurde geschildert. Letzteres, betonte Bürgermeister Bert Risthaus, sei noch völlig offen. Man sei gerade dabei, in Zusammenarbeit mit den Vereinen ein Sportstättenkonzept zu entwickeln, das Aufschluss über den Bedarf geben solle. Im Mai soll dieses fertig sein.

Altenhammstraße soll ertüchtigt werden

Die Verkehrssituation an der Altenhammstraße wurde diskutiert. Mit den neuen Wohneinheiten auf dem Gelände des ehemaligen Krankenhauses und einer Kita mit 120 Kindern in der Marienschule würde der Rand des Erträglichen erreichen, hieß es nicht zuletzt mit Blick auf das Bringen und Abholen der Kinder mit dem Auto. Die Zahl der Kita-Kinder korrigierte Fachbereichsleiter Helmut Sunderhaus deutlich nach unten. 85 seien es, nicht 120, erklärte er. Die Altenhammstraße wolle man nach Ende der Bauarbeiten dort ertüchtigen.

Komplexität der Anforderungen

Risthaus erinnerte an die Komplexität der Anforderungen. Man müsse Kinderbetreuung anbieten, wolle den Schulstandort erhalten und die Gemeinde zukunftsfähig entwickeln. Im Zuge der Baugenehmigungsverfahren würden Lärmschutz, Verkehrs- und Stellplatzbedarf zwangsläufig geprüft. Entlastung könne der Ausbau der Straße „Am Haselbüschken“ bringen. Ein entsprechender Antrag an den Bauausschuss ist auf dem Weg.

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