Polizei kontrolliert am A1-Rastplatz "Im Mersch" Campingfahrzeuge

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Auch wenn das Profil stimmt, Reifen von Campinganhängern sollten spätestens nach sechs Jahren sicherheitshalber ausgetauscht werden, rät Verkehrssicherheitsberater Christoph Becker.

Ascheberg - Die Polizei hat am Freitag pünktlich zum Ferienstart am A1-Rastplatz „Im Mersch“ Wohnmobile und Wohnanhänger kontrolliert. Die Bilanz fällt positiv aus.

"Alles bestens.“ Polizeihauptkommissar Christoph Becker winkt Jörg Krampe mit seinem Wohnanhänger-Gespann von der Fahrzeugwaage. Der Herberner, der in einigen Tagen mit dem Campinganhänger in den Urlaub fahren will, nutzte am Freitagnachmittag die Kontrollaktion des Polizeipräsidiums Münster auf dem A1-Rastplatz „Im Mersch“ für einen freiwilligen Gewichtscheck seines Gespanns.

Die Waage zeigte für den Anhänger sogar noch Luft für etwas mehr Urlaubsgepäck. „Die Reifen sind neu“, war der Verkehrssicherheitsberater der Münsteraner Autobahnpolizei auch in dieser Hinsicht zufrieden.

Ähnlich gut fiel am Freitag kurz vor Schluss der Präventivaktion auch die Bilanz aus: 26 Wohnwagen, 19 Wohnmobile, vier Pkw und ein Lkw, der zu schnell unterwegs war, wurden kontrolliert. Je viermal stellten die Beamten geringfügige Überladungen oder schlecht gesicherte Ladungen fest. Mit einigem Umladen oder Sichern konnten alle ihre Fahrt fortsetzen, sah man bei der Polizei das gesteckte Ziel erreicht.

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Hier stimmt das Gewicht des Wohnanhängers.

t der öffentlichkeitswirksamen Kontrollaktion für Wohnanhänger und -mobile pünktlich zum Ferienstart wolle man nicht nur kontrollieren, sondern über Sicherheitsgefahren durch zu viel oder unzureichend verstautes Gepäck informieren, betonen Becker und sein Kollege Klaus Oelmüller. Mit der jährlichen Präventivarbeit solle das Sicherheitsbewusstsein der Autofahrer geschärft werden, damit die Fahrt in den Urlaub nicht mit einem Unfall endet. Denn diese Gefahren sind vielen Reisenden nicht bewusst.

2016 habe es auf den 335 Autobahnkilometern im Zuständigkeitsbereich Münsterland 15 Unfälle mit Wohnwagen und -mobilen gegeben. Dabei wurden zwei Personen schwer verletzt und der Sachschaden liege bei 70 000 Euro, liefert Becker aktuelle Zahlen. Überladene Fahrzeuge haben einen deutlich längeren Bremsweg und extremes Übergewicht könne zu folgenschweren Unfällen führen.

Für die Kontrollen waren zwischen den Anschlussstellen Hamm Bockum/Werne und Ascheberg zwischen 13 und 18 Uhr zwei Polizeifahrzeuge unterwegs, um Gespanne und Wohnmobilen zur Waage auf den Rastplatz zu lotsen.

Auch lose Gegenstände im Fahrzeuginnenraum wie Wasserflaschen, Spielekonsolen oder CD-Player bergen unterschätzte Gefahren und werden leicht zu gefährlichen Geschossen. Ein Handy auf dem Rücksitz etwa, das nach einer Vollbremsung bei 50 Kilometer pro Stunde Geschwindigkeit losfliegt, entspreche dem Gewicht eines Kalksandsteins, zieht Christoph Becker einen drastischen Vergleich. Also Einzelteile gut verstauen, raten die Beamten.

Beim Zustand der Reifen von Wohnanhängern oder Wohnmobilen sehen die Beamten ebenfalls genau hin. Hier gilt eine Faustregel, die Reifen nicht länger als sechs Jahre zu nutzen, auch dann, wenn das Profil noch in Ordnung sei, erklärte Becker.

Wie Jörg Krampe hatten sich auch viel andere Camper gut vorbereitet und das Gewicht der Gefährte vor der Fahrt prüfen lassen, lobte Becker. Möglich sei dies beispielsweise bei Raiffeisen-Genossenschaften. Dort bekomme man einen Beleg mit dem geprüften Gewicht und könne diesen bei Kontrollen vorlegen.

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