Oldtimer-Schau: 120 Schlepper und Geräte auf Bauernhof St. Georg

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Tim Plass steuerte einen Lanz Bulldog, Baujahr 1950. Sein Nachbar Hubert Schulze Raestrup sammelt Modelle dieses Typs mit Leidenschaft.

Ascheberg - Auf dem Bauernhof des Sozialwerks St. Georg demonstrieren Treckerfans, was ihre alten Schätzchen vom Typ „Lanz Bulldog“, „Deutz“ oder „Hanomag“ unter der Haube haben. Die Besucher des 2. Schlepper- und Geräte-Oldtimer-Treffens in Ascheberg sind von der Schau am Sonntag fasziniert.

Sie stehen am Ackerrand und fachsimpeln über Leistungsdichte, Zapfwellen und Bodenbeschaffenheit. „Auf diesem leichten Boden hier würden unsere schweren Geräte Schlitten fahren, wir brauchen was für Lehmböden“, sagt Alfons Wacker aus Ascheberg. 

2.Schlepper- und Geräte-Oldtimertreffen auf dem St. Georg Bauernhof

Die Vorführung gefällt ihm: „Schön, die verschiedenen Arbeitsgeräte in Aktion zu sehen.“ Neben ihm steht Theo Fälker aus Drensteinfurt. Auch er äußert sich positiv über die Veranstaltung: „Es ist sehr vielseitig, mit der Ausstellung sind wir noch gar nicht ganz durch.“

Besucher aus dem Münsterland und dem Ruhrgebiet

Auf einer Wiese gegenüber stehen mehr als 120 Oldtimer in Reih und Glied. Sorgfältig polierte Motorhauben glänzen im Sonnenlicht, dass mehr und mehr durch die Wolkendecke bricht. Frauen, Männer und Kinder schlendern zwischen den bunten Schleppern hin- und her. Der ein oder andere hält eine Bratwurst vom Imbissstand in der Hand, den das Team des Sozialwerks betreut. Die Landjugend kümmerte sich darum, dass die Gäste nicht verdursteten. Nicht nur aus den Kreisen Coesfeld, Warendorf und Unna waren die Besucher angereist, sondern auch aus Essen oder Dortmund. 

Mit dem Trecker aufs Stilfser Joch

Von den Ausstellern hatten Hans Heinrich Hollenberg und Franz Kassen aus Osnabrück eine der weitesten Anreise hinter sich – mit ihren beiden feuerwehrroten Güldner G30S und G30, beide Baujahr 1964. Drei Stunden brauchten sie für die Anreise. „Uns reizt die gemächliche Fahrt über Nebenstrecken, dabei lernt man seine Heimat so richtig kennen“, erklärt Hollenberg die gemeinsame Faszination fürs Treckerfahren. Franz Kassen zeigt stolz auf eine Plakette an seinem Güldner. Sie beweist, dass er es damit bis nach Italien aufs Stiflser Joch geschafft hat. „Drei Wochen war ich hin und zurück unterwegs, über 2 900 Kilometer“, erzählt er. Eine lange Reise anderer Art legte der Lanz Bulldog von Hubert Schulze Raestrup zurück. „Der hat mal in Australien eine Wasserpumpe angetrieben“, sagt er und tätschelt seinem Nachkriegs-Lanz aus dem Jahr 1950 die Haube, unter der sich ein Zweitakt-Glühkopfmotor befindet. Zuhause in Bösensell hat der Sammler zwölf weitere historische Bulldogs stehen. „Vor 20 Jahren habe ich so ein Ding gefahren und mich mit dieser Leidenschaft infiziert.“ 

INTZeit informiert über Integration am Arbeitsmarkt

Jörg Stratmann, Fachleiter beim Sozialwerk St. Georg, ist vom Verlauf der Veranstaltung „auf jeden Fall begeistert“. Das Sozialwerk stellt sich mit einem Infostand vor, ebenso wie seine Tochtergesellschaft „INTZeit“, die neu am Ascheberger Standort vertreten ist. „Wir integrieren Menschen mit Handicaps auf dem ersten Arbeitsmarkt“, erklärt Mitarbeiter Michael Henkies. Und obwohl die Konkurrenz durch die Schlepper und Geräte groß ist, bleiben genug Menschen an seinem Stand stehen, um sich über den neuen Service vor Ort zu informieren.

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