Neue Kita in Herbern: Träger stellen ihre Konzepte vor

+
An den Äckern in Herbern soll die neue Kita entstehen.

Herbern - Der Bau einer weiteren Kindertagesstätte mit drei Gruppen in Herbern ist bekanntlich beschlossene Sache. In der nächsten Sitzung des Jugend-, Senioren, Sozial- und Sportausschusses am 28. März (18 Uhr, Bürgerforum) geht es nach der „Hardware“ nun um die pädagogische „Software“, mit der die Kinder betreut werden sollen.

In der Sitzung stellen sich vier Institutionen vor, die ihr Interesse an der Trägerschaft bekundet haben: Der DRK-Kreisverband Coesfeld e.V./Kita GmbH, der Evangelische Kirchenkreis Hamm, die educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH Köln und die Jugendhilfe Werne (Stiftung St. Christophorus-Krankenhaus).

Die katholische Kirchengemeinde St. Lambertus Ascheberg und die Arbeiterwohlfahrt Münsterland-Recklinghausen wurden ebenfalls angefragt, haben sich aber nicht beworben.

Wie berichtet, hatten die aktuellen Zahlen des Kindergartenbedarfsplanes des Kreises Coesfeld anhand der Anmeldungen für 25 Kinder unter drei und 17 Kinder über drei Jahren einen zusätzlichen Betreuungsbedarf im Ortsteil Herbern ausgewiesen.

Die potenziellen Träger werden in der Ausschusssitzung ihre pädagogischen Konzepte jeweils in einer 15-minütigen Präsentation vorstellen.

Die Kita-GmbH des DRK-Kreisverband Coesfeld ist mit 30 Einrichtungen auf Kreisebene vertreten. Dazu zählen in Ascheberg seit mehr als 20 Jahren das Familienzentrum Bügelkamp und die Kita Rheinsbergring. Die Jugendhilfe Werne hat vor knapp einem Jahr die Kita „Grashüpfer“ in den Pavillons an der Profilschule als „Übergangslösung“ eröffnet, bevor die an der Herberner Straße geplante neue Vier-Gruppen-Kita bezogen werden kann.

Educcare Bildungskindertagesstätten aus Köln ist ein bundesweit anerkannter freier Träger der Jugendhilfe, der sich um neue Trägerschaften bewirbt oder dann einsteigt, wenn ein Trägerwechsel erforderlich wird.

Zum Trägerverbund des Evangelischen Kirchenkreises Hamm gehören aktuell 37 Kita-Einrichtungen unter anderem in Werne, Ahlen und Hamm, in denen 2 500 Kinder von 0 bis 6 Jahre betreut werden.

Vom Jugendamt des Kreises Coesfeld wird der neue Träger Kindpauschalen und Mietpauschalen erhalten, deren Höhe von der Art der Trägerschaft abhängig ist, heißt es in der Beschlussvorlage. Der jeweils verbleibende Eigenanteil der Träger wird von der Gemeinde Ascheberg übernommen. Für örtliche Träger der öffentlichen Jugendhilfe (Stadt) ist dies ein Anteil von 21 Prozent. Bei kirchlichen Trägern beträgt er zwölf, bei anerkannten Trägern der freien Jugendhilfe neun und bei Elterninitiativen vier Prozent.

Für die Einrichtungskosten (Mobiliar, Küchen, Außengelände), die nicht über die Pauschalen gedeckt werden, ist zunächst der Träger selbst zuständig. Sind dafür aber keine Mittel (z.B. Rücklagen) vorhanden, übernimmt die Gemeinde die Kosten.

Zwar gebe es noch keine konkrete Kostenermittlung, erfahrungsgemäß dürfte für die Drei-Gruppen-Kita für Kosten für Ausstattung und Außengelände mit rund 160 000 Euro zu rechnen sein, informiert die Beschlussvorlage.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare