Heimatministerin Ina Scharrenbach bringt Förderzusage persönlich ins Haus

Land gibt 1,7 Millionen Euro für den Umbau der Herberner Aula

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Heimatministerin Ina Scharrenbach besichtigte am Sonntag die Herberner Aula und übergab eine Förderzusage für den Umbau.

Herbern - „1,7 Millionen Euro gibt es“, bekräftigte Ina Scharrenbach den Fördermittelzuschlag für den Umbau der Aula des Schulzentrums. Die NRW-Heimatministerin, die selbst nur im wenige Kilometer entfernten Kamen wohnt und Herbern mindestens von Klausurtagungen ihrer Partei in der früheren Gaststätte „Zum Letzten Wolf“ kennt, schaute sich am Sonntag den Zielpunkt der Landesförderung beim Ortstermin persönlich an.

„Die völlig richtige Entscheidung“, betonte sie angesichts des in die Jahre gekommenen 70er-Jahre-Baus. Mit den bewilligten 1,7 Millionen Euro übernimmt das Land 90 Prozent der Kosten für das Vorhaben, das Herbern und der gesamten Gemeinde einen vielseitig und von Vielen nutzbaren Veranstaltungsraum bringen soll. Bisher habe sie nur Fotos gesehen, sind für Scharrenbach, die von Bürgermeister Dr. Bert Risthaus und dem Ascheberger Landtagsabgeordneten Dietmar Panske (CDU) im Kreise zahlreicher Ratsmitglieder begrüßt wurde, die Fördermittel gut angelegt. „Wann ist der Spatenstich?“, meinte sie schmunzelnd. 

Gerade in kleineren Kommunen würden Projekte nicht nur beantragt, sondern auch schnell umgesetzt, sprach sie aus Erfahrung. „Die Baugenehmigung ist da, der Architekt weiß Bescheid, wir geben Gas“, antwortete der Verwaltungschef in Richtung Ministerin. Mit der Umwandlung der Aula in eine kulturell vielseitig nutzbare Halle, die Einwohner, Neubürger, Vereine und Gruppen für ihre Zwecke nutzen können, solle es schnell gehen, versicherte er. Dank Ina Scharrenbachs persönlicher Entscheidung und der Unterstützung der Bezirksregierung Münster sowie des Regionalrats könne man das Vorhaben jetzt umsetzen. 

Das sonnige Herbstwetter korrespondierte mit der guten Stimmung bei den Mitgliedern der Fraktionen. „Für manche Projekte braucht man eine langen Atem“, erinnerte CDU-Fraktionschef Ludger Wobbe an die lange und kontroverse Meinungsfindung. 2010, als für die Sanierung der Aula 500 000 Euro in den Haushalt gestellt waren, habe man die Umsetzung aber gestoppt, um eine Erweiterung zu erwägen. Um den Bedarf bei den Nutzern zu erkennen, habe man bei Vereinen und Gruppen angefragt, sagte Gisela Lamkowsky (CDU). Der inzwischen parteilose Ratsherr Frank Holtrup, bis vor einigen Monaten CDU-Mitglied, strahlte: „Ich brenne für das Projekt, das ist ein Umbruch für Herbern.“ Grundschule, Übermittagsbetreuung und Kita sollen zu den Nutzern zählen. Lediglich der Fraktionsvorsitzende der UWG, Volker Middendorf, schob einige Wolken vor die Entscheidung pro Aula-Umbau. Man sei gegen das Projekt und werde die Umsetzung kritisch beäugen, kündigte er an.

 Elmar Hammwöhner (SPD-Fraktion) freute sich als „Poahlbürger“ für Herbern. Seine Fraktion lege das Augenmerk allerdings auf die Schulnutzung des Gebäudes, sagte er am Rande des Besuchs. 

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