27 000 Quadratmeter für neue Gewerbeansiedlungen im Südkamp

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Nach der Erschließung des Gewerbegebiets Südkamp gaben Ratsmitglieder, Firmenvertreter und Bürgermeister Dr. Bert Risthaus die Fläche nun für die weitere Vermarktung und Bebauung frei.

Herbern - Doppelter Fortschritt im Gewerbegebiet Südkamp: Die Erschließung der drei Hektar großen Fläche ist abgeschlossen und bietet ab sofort auf 27 000 Quadratmetern Platz für neue Gewerbeansiedlungen.

Mit der Erweiterung des Regenrückhaltebeckens und dem Umbau des Drosselbauwerks können künftige Starkregenereignisse gut abgefedert und auch höhere Pegelstände aufgenommen werden. Großes Plus: Die Firma Infrastrukturbau Stricker, das Ingenieurbüro Gnegel und die Fachabteilung der Verwaltung unterboten das Zeitlimit und beendeten die Maßnahme bereits Ende Mai. Geplant war dies für Juni/Juli. „Die Gemeinde Ascheberg arbeitet aktiv daran, Bauvorhaben und gemeindliche Einrichtungen an die Folgen des Klimawandels anzupassen“, unterstrich Bürgermeister Dr. Bert Risthaus beim offiziellen Startschuss am Mittwoch an Ort und Stelle die Ambitionen im Rathaus. „Wir bauen die Regenrückhaltung nicht aus, weil wir die Klimaziele nicht erreichen wollen, sondern im Gegenteil, weil wir uns gegen die Folgen des bereits vorhandenen Klimawandels wappnen wollen. Zum Schutz der Natur und der Bevölkerung“, widersprach er dem Vorwurf von Grünen-Ratsherr Hubert Beckmann, man preise mit der Retention den Klimawandel bereits ein. 

Regenrückhaltebecken wird um 25 Meter erweitert

Das vorhandene Regenrückhaltebecken an der angrenzenden Kläranlage wurde in Richtung Westen um 25 Meter erweitert. Damit vergrößerte sich die Aufnahmekapazität von 5 000 auf 12 000 Kubikmeter. Das Drosselbauwerk wurde umgebaut. „Das Treibhausgas CO2 verweilt Jahrtausende und Extremwetterereignisse werden sich häufen“, erläuterte Klimaschutzmanager Martin Wolf. Eine weitere Folge des Klimawandels seien „Wärmeinseln“, die im Sommer vornehmlich in Großstädten, aber auch schon im örtlichen Bereich entstünden. Hier brauche es Grünflächen, die als Abkühlungsräume wirken. Im Gegensatz dazu brauche es aber auch Raum für Nachverdichtungen, erklärte er, dass hier Kompromisse gefunden werden müssen. Die im Jahr 2000 begonnenen Arbeiten zum Hochwasserschutz und Kanalisierung seien in den drei Ortsteilen nun fast abgeschlossen, informierte Tiefbauamtsleiter Christian Scheipers. Nach dem Umbau könne das Regenwasser gewässerverträglich eingeleitet werden, auch in Zukunft. „Davon profitieren die Anlieger des Dorfbachs“, hieß es. 

Weg frei für neue Gewerbeansiedlungen

Das Ende der Erschließungsarbeiten für das Gewerbegebiet Südkamp macht den Weg frei für neue Gewerbeansiedlungen. „Der erste Vertragsentwurf liegt vor, berichtete Bauamtsleiter Klaus van Roje. Die gemeindeeigene Ascheberger Grundstücks- und Entwicklungsgesellschaft (AGEG), eine Tochter der Gemeinde, habe die Fläche erworben und vermarkte die Grundstücke. Sieben Bewerber, sechs davon aus Herbern, interessieren sich für die Grundstücke, deren Größe von 1 000 bis 8 000 Quadratmeter reicht. „Die Erschließungsstraße ist so angelegt, dass sie auch eine theoretische Erweiterung des Gewerbegebietes anbinden kann“, schilderte van Roje. Zuvor müsste dafür aber eine Regionalplan-Änderung angestrebt werden.

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