Im Gewerbegebiet Ascheberg

Entwarnung an der Raiffeisenstraße: Keine Bombe, sondern Schrott

+

[Update 12.12 Uhr] Ascheberg - Entwarnung bei der Suche nach einem Blindgänger an der Raiffeisenstraße in Ascheberg. Am Freitagmorgen gegen 11 Uhr legten die Spezialisten eines Unternehmens für Kampfmittelbergung in etwa 1,50 Meter Tiefe ein harmloses Stück Metallschrott frei.

Somit konnten die Spezialisten den Verdacht auf ein möglicherweise explosives Relikt aus dem 2. Weltkrieg nahe der Bahnlinie im Gewerbegebiet Ascheberg ausschließen. 

Das bestätigte Rolf Kehrenberg für das Ordnungsamt der Gemeinde Ascheberg am Vormittag. Wie berichtet, hatten die Experten schon am Donnerstag von 8 bis 17 Uhr mit zahlreichen Bohrungen und Sondierungen auf dem kleinen Abschnitt an der Raiffeisenstraße zwischen Kreisverkehr und Bahnlinie den nach einer möglicherweise ungezündeten Bombe im Boden geforscht.

Hier finden Sie unsere Berichterstattung von Donnerstag:

An der Raiffeisenstraße schlummert vielleicht ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg im Boden. Seit Donnerstagmorgen gehen Experten dem Verdacht nach, bis zum Abend war der Verdacht weder bestätigt noch entkräftet. Am Freitag geht’s weiter.

Die Straße ist zwischen Bahnbrücke und Kreisel gesperrt, seit ein Unternehmen für Kampfmittelbergung in Abstimmung mit dem NRW-Kampfmittelräumdienst um 8 Uhr im Gewerbegebiet West mit einer Rasterbohrung begann, um dem Verdacht auf eine ungezündete Weltkriegsbombe nachzugehen. Erste Hinweise darauf hat die Luftbildauswertung ergeben, die im Zuge der erforderlichen Kampfmittelfreigabe-Bescheinigung erfolgt, ohne die hierzulande keine Erd- oder Bauarbeiten ausgeführt werden dürfen. 

Gelsenwasser will dort Leitung verlegen

Anlass geben in diesem Fall die Pläne der Gelsenwasser AG, an der Raiffeisenstraße eine Leitung zu verlegen. In dem Routinevorgang habe sich auf den Bildern aus Kriegstagen ein Verdachtspunkt ergeben, erläuterte Rolf Kehrenberg vom Ordnungsamt auf Anfrage. Er begleitet die Suche auf Seiten der Gemeinde. Um herauszufinden, ob es sich tatsächlich um einen Blindgänger handelt oder eine ganz andere Hinterlassenschaft aus Metall, bringen die Fachleute nun um das Objekt 24 Bohrungen nieder, damit sie sich mit Sonden ein genaueres Bild machen können. 

Ausgang und Dauer der Suche ungewiss

Wie lange das dauert und die Sperrung aufrecht erhalten werden muss, sei noch ungewiss, sagte Kehrenberg. Dasselbe gilt für alles, was folgen wird, falls sich der Verdacht bestätigt. Die Verwaltung werde vom Kampfmittelräumdienst umgehend informiert, wenn eine Entschärfung ansteht und die nötigen Vorkehrungen bis hin zu einer etwaigen Evakuierung von Anwohnern zu treffen sind. Darüber wird die Öffentlichkeit informiert. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare