Passgenaue Schulgeländegestaltung

Diskussion über Marienschule: Ideen für einen sinnvollen Schulhof

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Im Seminar der Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW entwickelten die Teilnehmer viele Ideen für einen pädagogisch sinnvoll und naturnah gestalteten Schulhof, der den Ansprüchen von Grundschülern gerecht wird.

Herbern – Grundschulkinder wollen spielen, gärtnern, sich verstecken, klettern, rennen und mit den Freunden tuscheln. Wie ein Schulgelände gestaltet werden sollte, damit es all diesen Ansprüchen genügt, und außerdem noch pädagogisch sinnvoll und naturnah angelegt ist, das war am Mittwoch in der Profilschule Herbern Thema eines Seminars der Natur- und Umweltschutz-Akademie des Landes NRW (NUA).

Als praktisches Fallbeispiel war das Gelände der ehemaligen Hauptschule bestens geeignet, denn in einigen Jahren, das ist bekannt, soll hier die Mariengrundschule einziehen. Gisela Lamkowsky, Dezernentin der NUA und Herberner Ratsfrau, hatte angeregt, den Praxisteil hier anzusiedeln, und war auf Gegenliebe seitens der Ascheberger Gemeindeverwaltung gestoßen.

So steckten 20 Lehrer, Architekten, Planer und Umweltbildner für diesen zweiten praktischen Seminarteil die Köpfe zusammen, um das Schulgelände aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und praxistaugliche Ideen für eine Überplanung zu entwickeln und Herangehensweisen zu üben. Ihnen zur Seite standen neben der NUA-Dezernentin Vertreter verschiedener Fachrichtungen.

Grundschüler haben andere Ansprüche als ältere Schüler

Martina Hoff (Inhaberin des Landschaftsarchitekturbüro Hoff) und Ralf Huihsen (Unfallkasse NRW) unterstützten die Seminarteilnehmer mit theoretischen und praktischen Tipps. Für Expertise seitens der Marienschule sorgten Schulleiterin Sabine Küter und die Leiterin der Übermittagsbetreuung, Christine Gesenhoff. Sie brachten ihre Ideen und Wünsche zu einer passgenauen Schulgeländegestaltung für die Marienschüler ein. Schließlich haben Grundschüler andere Ansprüche an das Schulgelände als ältere Schüler.

Für die Verwaltung gab Fachbereichsleiter Helmut Sunderhaus zum Einstieg einen Einblick in die Planungen der Gemeinde.

Die Marienschüler wollen klettern, Fußball spielen, sich verstecken oder über eine Laufstrecke sausen, berichtete Gisela Lamkowsky über die Anregungen, die Schulleiterin Sabine Küter nach Recherche bei Kinder, Lehrern, Eltern und Übi übermittelte.

Das Schulgelände könne ein Ort sein, der unterrichtlich genutzt, naturnah gestaltet und durch Gärten oder Spielmöglichkeiten bereichert werde, nannte Lamkowsky Arbeitsziele. Bei so einer multifunktionalen Schulgeländegestaltung würden viele praktische Hilfen gebraucht: Welche Geländeelemente passen zum Unterricht? Wo gibt es Geld? Wer genehmigt was? Welche Sicherheitsaspekte sind zu beachten? Wie aktiviere ich zur Mitarbeit?

Mit ihren Angeboten, so die Dezernentin, möchte die Natur- und Umweltschutz-Akademie schulische und außerschulische Akteure ermutigen, im schulischen Außengelände aktiv zu werden.

Die Teilnehmer des Seminars setzten dann die unterschiedlichen fachlichen, pädagogischen und räumlichen Bedingungen in erste Gestaltungspläne um. Die Ergebnisse werden in Form von Präsentationen, Fotos, Karten und Zeichnungen gesichert und können in der Folge von Schule und Übi diskutiert werden, hieß es ferner.

Für die weitere Arbeit innerhalb der Gemeinde Ascheberg und der Marienschule können die Gestaltungspläne als erste Ideengrundlagen weiterentwickelt werden.

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