„Landeier“ sorgen beim Publikum für Lacher

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Die Laienspielschar begeisterte mit Witz und Situationskomik.

HERBERN -  Eine quietschfidele Mundartkomödie nach einem Stück von Frederik Holtkamp, dazu jede Menge Situationskomik, ein aufwändiges Bühnenbild, Videoeinspielungen und ein Männer-Strip – damit begeisterte die Herberner Laienspielschar am zweiten Weihnachtsfeiertag das Premierenpublikum. Keine Frage: Die „Landeier“ sind ein Erfolg.

Dass die fleißigen Jungbauern Bernd (Christoph Freise), Jan (Kai Nienhaus) und Ludger (Dirk Storksberger) aus der Bauernschaft Forsthövel etwas grobmotorisch im Hinblick auf der Suche nach der richtigen Frau sind, stellten sie in der Aula der Theodor-Fontane-Hauptschule mehrfach unter Beweis.

Mit starrem Blick fixiert Bernd die Kamera, dann poltert er los: „Ich züchte Schweine.“ Das ist mal ein Anfang. Und die Hobbys? „Skat mit Freunden, sonst gucke ich Fernsehen und gehe ins Bett.“ Dem Publikum ist schnell klar: So werden die Frauen mit Sicherheit nicht Schlange stehen. Und noch etwas ist gewiss: Auf die Schnelle lassen sich diese ledigen „Landeier“ auf der Bühne nicht unter die Haube kriegen.

Dabei haben sie so ziemlich alles versucht: Eine Partnervermittlung haben sie eingeschaltet – und dabei nur Spott geerntet. Sogar auf einer Ü-30-Party in Stewwert haben sie sich umgeschaut, doch die entpuppte sich als Ü-70-Party. „Fraulü wäht vierl te hauch inschätzt“, meinen die Jungbauern.

So ganz allein auf dem Traktor ist es aber auch blöd – und so hören sie auf den weltmännischen Rat ihres Lieblingsgastwirts Karl (Jörg Frigge) und versuchen es mal mit dem Internet.

Dazu braucht es neben einer Kamera auch Ideen, was man sagen soll. Mit herzerfrischender und zum Teil entwaffnender Naivität machen sich die drei Landeier ans Werk. Dabei kommt erst einmal viel unfreiwillige Komik heraus: Die Jungbauern machen sich zu Deppen auf Facebook und Co. und strapazieren dabei die Lachmuskeln der Zuschauer bis zum Äußersten. Denn: Als „begeisterter Traktor-Tuner“, der im Keller schon mal Kartoffelschnaps brennt, sollte man sich nicht vorstellen.

Gut, dass die Postbotin Gertrud (Kathrin Schulze Aquack) und die Studentin Martina (Sarah Kos) dazustoßen und den Herren auf die Sprünge helfen. Frei nach dem Motto „Sex sells“ sorgen sie dafür, dass sich die Jungbauern in eher untypischen Rollen präsentieren – etwa am Herd oder hinter dem Bügelbrett. Und schließlich bringen sie sie gar dazu, die Hüllen fallen zulassen – unter dem Applaus des Publikums.

Die Organisation hatte Paul Ophaus, Regie führten Walburga Sennekamp und Marion Kraß. Als Souffleure fungierten Mathilde Forsthövel und Walburga Sennekamp, die Bühne bauten Andreas Nölkenbockhoff, Franz Wemhoff, Kai Nienhaus, Ralf Wenner, Jörg Frigge, Thomas Schulze Aquack und Daniel Zimmermann. - isa

Für die Aufführung am Silvestertag um 16 Uhr können noch Karten bei Paul Ophaus, Tel. 0 25 99/6 44, bestellt werden.

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