Krankenhaus-Abriss lässt auf sich warten – Investor schweigt

Das Gebäude des ehemaligen Krankenhauses an der Altenhammstraße steht immer noch, obwohl es im April hatte abgerissen werden sollen. Der Investor schweigt dazu. Er hatte angekündigt, auf dem Areal Wohnungen bauen zu wollen. Ein Bauantrag liegt noch nicht vor.
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Das Gebäude des ehemaligen Krankenhauses an der Altenhammstraße steht immer noch, obwohl es im April hatte abgerissen werden sollen. Der Investor schweigt dazu. Er hatte angekündigt, auf dem Areal Wohnungen bauen zu wollen. Ein Bauantrag liegt noch nicht vor.

Herbern - Wohngebäude mit modernen barrierefreien Wohneinheiten sollen auf dem Grundstück des Alten Krankenhauses die Nachfrage nach Eigentumswohnungen in Herbern beantworten. So war der Plan des Investors Cafer Sagir AG aus Bielefeld.

Getan hat sich auf dem rund 3 400 Quadratmeter großen Grundstück an der Altenhammstraße/Ecke Bakenfelder Weg allerdings noch nichts. So wurde der ursprünglich für den Frühjahr terminierte Abriss des Gebäudekomplexes bis heute nicht realisiert. Seit dem Umzug des Seniorenheims in den Neubau am Bakenfelder Weg im Jahr 2008 steht das alte Krankenhaus leer.

„Die Pläne existieren noch, die nächsten Gesprächstermine mit der Sagir AG und der Kirche sind anberaumt“, kündigte die Leiterin des Seniorenstifts St. Benedikt, Jeanette Möllmann, gegenüber dem WA weitere Verhandlungen an. Genauere Angaben zum Zeitpunkt konnte sie noch nicht machen.

Die Malteser Trägergesellschaft Rhein-Ruhr betreibt das Seniorenstift St. Benedikt. Das war nach der Schließung des 1909 erbauten Krankenhauses im Jahr 1983 dort eingezogen.

Zu den Gründen, warum sich die berechnete Zeitschiene nicht habe einhalten lassen, zähle vor allem der Abriss des ehemaligen St.-Josefs-Hospitals, erläuterte Jeanette Möllmann. Es habe sich herausgestellt, dass dafür komplexere Arbeiten als geplant erforderlich gewesen seien, begründete sie die Verzögerung.

Für den finanziellen Aufwand der Abrissarbeiten hatten Malteser-Trägergesellschaft und die Sagir AG Kostenteilung vereinbart.

Bei der Gemeinde Ascheberg ist noch kein Bauantrag für die moderne Wohnanlage eingereicht worden. „Still ruht der See“, kommentierte Manfred Hölscher für die Bauverwaltung, dass noch keine Pläne vorliegen.

Ursprünglich war der Bau von 24 Eigentumswohnungen in drei mehrgeschossigen Gebäuden sowie einiger Bungalows vorgesehen. Diese sollten bei einem Baustart im April 2015 im Sommer 2016 bezugsfertig sein.

Der Bauausschuss hatte den Plänen des Investors zugestimmt und einen Auftaktbeschluss zur Änderung des Bebauungsplanes gefasst. „Wir haben zudem eine frühzeitige Bürgerbeteiligung der Anwohner durchgeführt“, erinnerte Hölscher. Deren Ergebnisse wurden an den Investor für die weitere Planung weitergereicht und aufgenommen.

Das Büro des Bielefelder Investors Cafer Sagir war für eine Stellungnahme zum aktuellen Stand der Planungen nicht zu erreichen. - gh

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