Kolumbarium als letzte Ruhestätte

Bald Erd- und Urnengräber auf dem Friedhof Ascheberg 

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Die ersten Arbeiten für neue Urnengrabstätten sind gemacht: Auf Aschebergs Friedhof werden Stelen mit Grabkammern für die Asche Verstorbener errichtet.

Ascheberg/Herbern – Auf dem Friedhof in Ascheberg wird derzeit einer weiteren Bestattungsform sozusagen der Boden bereit. Nach der Fertigstellung in etwa zwei Wochen werden Kolumbarien neben Erd- und Urnengräbern als letzte Ruhestätte angeboten.

Ein massives Fundament haben Mitarbeiter der Garten- und Landschaftsbaufirma Wellering bereits gelegt und sind inzwischen mit der Pflasterung des Halbrunds beschäftigt. Zunächst sollen hier vier Kolumbarien mit jeweils drei Kammern errichtet werden, sagte am Mittwoch Christian Scheipers vom Tiefbauamt auf Anfrage des WA. 

Die Nachfrage nach Bestattungsformen, die der Trauer einen würdevollen Rahmen geben und zugleich einen geringen Pflegeaufwand der Grabstätte bedeuten, nimmt zu. Diese Entwicklung bestätigt auch Simone Böhnisch, Sprecherin der Gemeinde Ascheberg. 

"Nachfrage ist da"

„Eltern wollen ihre Kindern oft nicht mit der Friedhofspflege belasten“, nennt sie eine mögliche Motivation hinter der Entscheidung, diese in Südeuropa weit verbreitete Bestattungsform zu wählen. Weil zudem erwachsene Kinder ihren Wohnsitz nicht selten außerhalb der Gemeinde hätten, sei ein Trend zu erkennen. „Die Nachfrage ist da“, weiß man deshalb in der Verwaltung, will aber mit der Errichtung von vorläufig vier Stelen abwarten. 

Ähnliches gilt auch für den Herberner Friedhof. Hier könnten bei entsprechendem Wunsch aus der Bürgerschaft im Friedhofsbereich gegenüber der Kita St. Hildegardis Kolumbarien aufgestellt werden. Mittel sind im Haushalt für 2019 bereits vorhanden. 

Auf dem Ascheberger Friedhof können maximal 22 Stelen auf dem Halbkreis Platz finden, erklärte Christian Scheipers. Je nach Nachfrage könnten zu den vier ersten schnell weitere ergänzt werden. Die Mitte bildet eine Doppelstele mit einem integrierten Kreuz, hieß es weiter. 

90 Kammern sind vorhanden

Jeweils rechts und links können weitere Stelen in einer symmetrischen Anordnung errichtet werden. Abschließend werden etwa 90 Kammern vorhanden sein. Die tief im Fundament verankerten Stelen sind über dem Boden zwei Meter hoch und aus Beton. Die Kammern werden mit Platten aus Naturstein verschlossen, in die die Namen der Verstorbenen eingraviert werden. 

Am Runden Tisch zum Friedhofswesen, an dem Bestatter sowie Vertreter aus den Kirchengemeinden und der Verwaltung saßen, hatte man sich für die Erweiterung der Bestattungsformen in der Gemeinde ausgesprochen und dieses mit der Politik abgestimmt.

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