Goldene Turnschuhe an der Wand

Klasse 1a der Marienschule ist erster Gewinner im Projekt „Aktiv und sicher“

+
Die Schüler der Klasse 1a der Marienschule haben allen Grund zur Freude: Sie sind die erste Klasse, die in dem Projekt „Aktiv und sicher“ am häufigsten ihren Schulweg zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Bus absolviert haben. Der Lohn sind die goldenen Turnschuhe.

In der Klasse 1a der Marienschule baumeln die „Goldenen Turnschuhe“ an der Wand und sind derzeit der ganze Stolz der Steppkes. Völlig zu Recht, denn die Kinder haben sich die Wander-Trophäe redlich verdient. Sie sind die erste Klasse, die in dem Projekt „Aktiv und sicher“ am häufigsten ihren Schulweg zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Bus absolviert haben.

Herbern – Der Lohn sind die goldenen Turnschuhe. Doch nicht nur in der 1a machen die Kinder bei dem am 2. Dezember 2019 gestarteten Projekt gern mit, auch die Mitschüler in den anderen Klassen seien motiviert, so Schulleiterin Sabine Küter auf Nachfrage des WA. „Anfang Dezember hat uns das gute Wetter in die Karten gespielt, da sind morgens teilweise ganze Klassen zu Fuß gekommen“, erzählte sie. „Für die Kinder ist das sehr motivierend und das haben sie zuhause auch vermittelt.“ 

So würden die Haltepunkte am Sportplatz am Siepen sowie an der Talstraße gegenüber der Sparkasse von den Eltern gut frequentiert. Von dort aus können die Grundschüler direkte und sichere Fußwege nutzen, die maximal 500 und 550 Meter lang sind. In vielen Laufgemeinschaften geht es so zur Schule. „Das tut den Kindern gut und gibt den Eltern Sicherheit. Das Kollegium ist positiv davon angetan, wie gut das von den Eltern angenommen wird“, sagte Küter. 

Bewegung und Umweltschutz

Die einfache Idee hat mehrere Vorteile: 

  • Bessere Lern- und Konzentrationsfähigkeit durch die Bewegung der Kinder an der frischen Luft, 
  • mehr Sicherheit, weil die Kinder lernen, sich im Straßenverkehr zu bewegen, 
  • Entlastung der Anlieger durch weniger Bring- und Abholverkehr, 
  • Beitrag zum Umweltschutz. 

Gerade auch die Verkehrssituation vor der Schule und auf der Altenhammstraße habe leider immer wieder zu brenzligen Situationen geführt, hatte Küter im Elternbrief zur Aktion die Erfahrungen der Lehrkräfte erläutert. 

„Aktiv und sicher“ geht so

Für jeden selbst gelaufenen Weg zur Schule hin und wieder zurück darf jedes Kind ein Turnschuh-Symbol auf der Klassenliste ausmalen. Die Klasse, die die meisten Turnschuhe gesammelt hat, bekommt nicht nur die goldenen Turnschuhe, sondern auch eine Extra-Belohnung wie eine verlängerte Pausen oder keine Hausaufgaben. 

Das Projekt wolle die Schule auch für die Eltern der nächsten Schulanfänger in den Schulplaner aufnehmen, damit sie die alternativen Haltepunkte ebenfalls kennenlernen. Die Schulweg-Aktion mündet in Kürze in die Projekttage der Marienschule. „Vom 25. bis 27. März heißt es ‚Prima Klima – miteinander und füreinander‘“, kündigte die Schulleiterin an. 

Ein Turnschuh-Symbol auf der Klassenliste wird von den Schülern für jeden selbst gelaufenen Weg zur Schule und wieder zurück ausgemalt.


Dabei geht es um das Klima im Sinne des Umweltschutzes aber auch um das Klima im Umgang untereinander. Die Schüler der Klasse 1a sind derweil eifrig damit beschäftigt, die goldenen Turnschuhe zu verteidigen, verrät Lehrerin Teresa Diening, die die Klasse zusammen mit Karin Bäumer leitet. Einige Kinder, die in der Bauerschaft wohnen, würden mit dem Auto bis zum Haltepunkt gebracht, andere kämen mit dem Bus, schildert sie. 

Aus der Klasse kommt prompt ein Zwischenruf: „Greta darf nie mit dem Auto gebracht werden, die wohnt nebenan.“ Die Erstklässler haben das Prinzip des Projekts also offensichtlich verstanden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare