Überlegungen für weitere Kita in Ascheberg

Ascheberg braucht mehr Kita-Plätze: Verwaltung findet Lösungen

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Im Ortsteil Herbern ist das Angebot an Betreuungsplätzen auskömmlich. Das Bild zeigt Kinder auf dem Außengelände der Kita Abenteuerland.

Ascheberg - Der Bedarf an Betreuungsplätzen in der Gemeinde Ascheberg wächst. Doch anders als in Herbern und Davensberg fehlen in Ascheberg noch Plätze. Es gibt Überlegungen für eine weitere Kita.

Laut aktuellem Kindergartenbedarfsplan passt das Platzangebot in Herbern und Davensberg für das Kita-Jahr 2020/21. Doch in Ascheberg kann selbst die im Hoveloh geplante Mirjam-Kita des Evangelischen Kirchenkreises Münster den Bedarf nicht decken. Vier Gruppen müssen hier zum 1. August her. Neben kurzfristig umsetzbaren Lösungen hat man im Rathaus die Zukunft im Blick: „Wir warten die Anmeldungen nicht ab und machen uns an die Arbeit“, kündigte Fachbereichsleiter Thomas Stohldreier die Planungen für Kita Nummer elf an. 

Wie hat sich das Betreuungsangebot zuletzt entwickelt?

Die Zahl der Betreuungsplätze ist in der vergangenen Dekade von 550 auf 746 (plus 35,6 Prozent) gestiegen, die der Horte sind von sieben auf zehn gestiegen. Das Angebot von Plätzen für Kinder unter drei Jahren wuchs allein von 60 auf 225 an. 

Was wird prognostiziert? 

Die Prognosen des Kreisjugendamts Coesfeld weisen für das Kindergartenjahr 2020/21 einen Bedarf von vier Gruppen aus, zwei für die Mirjam-Kita und zwei weitere zusätzlich. Gefragt sind Gruppen für Kinder unter und über drei Jahren. 

Was ist vorhanden? 

Die Mirjam-Kita in Trägerschaft des Evangelischen Kirchenkreises Münster ging im Sommer mit zwei Gruppen in den Pavillons der Profilschule an den Start. Der Neubau für die künftige Vier-Gruppen-Kita wird aber erst zum 1. August 2021 öffnen. Die Verträge sind geschlossen, doch eine letzte Genehmigung steht noch aus. Der anhaltende Bauboom dürfte die Bauzeit ausdehnen. 

Welche Lösungen gibt es? 

Die Kindertagesstätte des DRK am Rheinsbergring wird um eine auf vier Gruppen erweitert. Diese Option wurde bei der Erweiterung 2013 eingepreist und wird nun realisiert. Das ist mit Träger und Architekt abgestimmt. Ein Anbau als Holzständerwerk ist geplant. Geprüft wird aktuell, eine Kita-Gruppe in einer Bestandsimmobilie in Trägerschaft des Evangelischen Kirchenkreis Münster zu legen. Diese Gruppe würde später zusammen mit den Kindern aus den Profilschulpavillons in den Neubau am Hoveloh einziehen. Als gutes und gleichwertiges Betreuungsangebot soll die Kindertagespflege durch Tagesmütter verstärkt und besonders für Kinder unter drei Jahren ausgebaut werden. 

Neu: Die Kindertagespflege wird dauerhaft als wichtige Säule in die Kindergartenbedarfsplanung aufgenommen. Die Anmeldekarte der Gemeinde wurde entsprechend erweitert. In den vorhandenen Kitas sind Überbelegungen möglich. Grundsätzlich will man bei der Aufnahme der Kinder die Vereinbarkeit von Familie und Beruf berücksichtigen. Über dreijährige Kinder sollen vorrangig aufgenommen werden. Eltern können angeben, ob sie den Betreuungsplatz nicht zum 1. August, sondern erst zu einem späteren Termin benötigen. 

Wann können Eltern ihre Kinder anmelden? 

Erstmals einheitlich für alle Kindergärten in der Anmeldewoche vom 18. bis 22. November.

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