Kinder liefern tolle Vorstellung im Mitmachzirkus Inakso

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Niedlich statt gefährlich: Für die Raubtierdressur im Zirkus Inakso verwandelten sich Kinder der Kita St. Benedikt in Plüschtiger.

Herbern - Akrobatik, Clownerie, Raubtier-Dressur, Fakir-Nummern: Ein buntes Programm präsentierte der „Zirkus Inakso“ am Freitagnachmittag seinem Publikum. Der Mitmach-Zirkus gastierte als Geschenk zum 50-jährigen Bestehen der Kindertagesstätte St. Benedikt in Herbern – und deren Kinder wurden zu Darstellern.

Kita-Leiterin Ulrike Büker hieß bei der großen Vorstellung im Zirkuszelt etwa 280 Gäste willkommen. „Ich bin ganz erschlagen: So viele Leute auf einmal habe ich noch nie begrüßt.“ Lange Reden wurden nicht gehalten, zwei Stunden lang waren 72 Kinder die Stars und begeisterten in der Manege.

Mitmachzirkus Kita St. Benedikt

Überaus geschickte Jongleure, Cowboys aus dem Wilden Westen, eine ultimative Tigershow, aufeinander abgestimmte Akrobaten, coole Fakire und zwischendrin lustige Clowns – die Show auf der Wiese des Amtsplatzes an der Talstraße bot alles, was das Zirkusherz begehrt. „Ich weiß nicht, was ich sagen soll“, zeigte sich Erzieherin Bettina Kraß nach der Aufführung begeistert. „Tief beeindruckt waren wir im Team zum Beispiel von der Trapeznummer. Da sind einige über sich hinausgewachsen. Ich hatte wirklich Tränen in den Augen.“

Spezialisiert auf Mitmach-Zirkus

 „Wir haben von Montag bis Freitag trainiert“, berichtete Zirkusdirektor Karl Lagrin. Er führt den „Zirkus Inakso“ in vierter Generation. „Wir treten auch mit einem eigenen Programm auf, haben uns seit einigen Jahren aber aufs Mitmachen spezialisiert.“ Das Ensemble, zu dem auch seine Frau Madeleine und seine Kinder Luciano (8 Jahre) und Mary-Lou (4) zählen, ziehe das ganze Jahr über durch Deutschland und übe mit Kindern Zirkusshows ein. „Wir haben für alle Altersklassen unterschiedliche Programme“, erläuterte Lagrin. Er arbeite mit Kita-Kindern, aber auch mit Schülern von Grund- und weiterführenden Schulen. „Es ist total faszinierend, welche Leistungen die Kinder gezeigt haben“, sagte Ulrike Büker. 

Mehr als Purzelbäume gezeigt

Dabei hätten die einzelnen Gruppen, für die sich die Kinder selbst entscheiden durften, pro Tag nur eine halbe Stunde geprobt. „Klar lernen die Kinder in drei Tagen keinen Flickflack oder vierfachen Salto“, so Lagrin. Aber es seien nicht nur Purzelbäume, die gezeigt würden. Und so sahen die Gäste bei der Abschluss-Show eine einzigartige Vorstellung, bei denen die Kleinsten die Größten waren. Die Akrobaten bauten zum Beispiel menschliche Pyramiden, die Cowboys sprangen mit ihren Pferdchen über aufgestellte Hindernisse und die jüngsten Artisten sorgten für eine Tigershow der Extraklasse. Die Dreijährigen fauchten, rollten sich über den Boden, sprangen durch einen brennenden Reifen und kuschelten zusammen. Das Zelt tobte vor Begeisterung. 

Elternratvorsitzende Gausepohl lobt Helfer

„Ein tolles Projekt, das für die Kinder unvergesslich bleibt“, sagte die Elternratvorsitzende Anna Gausepohl und lobte auch die vielen fleißigen Eltern. Ohne die Helfer im Hintergrund wäre diese Aktion gar nicht möglich gewesen, sagte sie.

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