41 Kirchenaustritte in 2018: Pfarrgemeinde legt Statistik vor

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Dem Gemeindebezirk St. Benedikt gehören aktuell 3 634 Mitglieder an.

Ascheberg - Die Kirchengemeinde St. Lambertus hatte auch im vergangenen Jahr Austritte zu verzeichnen. 45 Gemeindemitglieder kehrten der katholischen Kirche den Rücken. Das geht aus der Jahresstatistik hervor.

Der Großpfarrei St. Lambertus Ascheberg gehörten zum Jahresende (28. Dezember) 10.057 Katholiken an. Das seien 45 Mitglieder weniger als 2017, sagte Pfarrer Stefan Schürmeyer. Im Herberner Bezirk St. Benedikt wurden 3.634 „Schäfchen“ gezählt, an St. Anna in Davensberg 1.190 und an St. Lambertus in Ascheberg 5.243 Mitglieder. Verstorben sind im vergangenen Jahr 112 Mitglieder der Gemeinde. 

41 Konfessionsangehörige traten 2018 aus der Amtskirche aus. Diese Zahl sei, wie im Jahr zuvor, erneut hoch, bedauerte der Pfarrer. Etwa die Hälfte der Austritte sei von Mitgliedern erfolgt, die schon lange in der Gemeinde Ort lebten. Auch einige Neubürger, die in das Baugebiet Königsallee zugezogen seien, hätte der Kirche den Rücken gekehrt. Vielleicht, weil sie noch keine Kontakte aufgebaut hätten, vermutet der leitende Pfarrer. 

Veränderte Angebote ausprobieren

„Wir sind dran“, schilderte Stefan Schürmeyer die Bemühungen des Seelsorger-Teams, dem Trend etwas entgegen zu setzen. Mit schriftlichen Einladungen heiße die Kirchengemeinde die Neubürger willkommen, man wolle gern mit Menschen, die Fragen haben, ins Gespräch kommen. Anhand der zu Stichtagen erhobenen Gottesdienstbesuche im März (853) und im November (740) lasse sich ablesen, dass die Bindung allgemein nachlasse. Zum Beispiel auch aus Altersgründen könnten viele Gläubige nicht mehr zum Gottesdienst kommen, sagte Schürmeyer. Andererseits gebe es, wie zuletzt im Dezember, sehr gut besuchte Gottesdienste, so beobachtete es der Seelsorger. 

Man wolle künftig veränderte Angebote ausprobieren. Beispielsweise sei die Verlegung der Kindersegnung auf den Sonntagmorgen gut angekommen. Die im vergangenen Jahr geänderten Regelgottesdienste hätten sich stabilisiert. 83 Taufen belegten in 2018 eine positive Entwicklung. In St. Lambertus wurden 44, in St. Benedikt 32 und in Davensberg sieben Kinder getauft. Zur Erstkommunion gingen im abgelaufenen Jahr 94 Kinder. 31 waren es in St. Benedikt, 54 in St. Lambertus und neun in St. Anna. Die Firmung erhielten 31 Jugendliche in St. Benedikt, zehn in St. Anna und 49 in St. Lambertus, insgesamt also 90 Jugendliche.

Große Spendenbereitschaft

23 Hochzeitspaare traten vor den Altar, davon zwölf in Herbern und elf in Ascheberg. Im neuen Jahr werden es ähnlich viele sein, sagte der Pfarrer mit Blick auf bereits angemeldete Eheschließungen. In Sachen Spendenbereitschaft hätten die Menschen in den drei Ortsteilen Solidarität gezeigt und viele Projekte – auch mit größeren Beträgen – unterstützt. 

Spenden in Höhe von 15.145 Euro sammelten die Sternsinger an St. Benedikt und trugen somit mehr als die Hälfte zum Gesamtergebnis von 28.698 Euro in 2018 bei. Die Sternsinger an der Kirche St. Anna in Davensberg freuten sich über 2.453 Euro und an St. Lambertus über 11.100 Euro für den guten Zweck. 24.330 Euro wurden im Rahmen von Adveniat gespendet, in St. Benedikt waren es 11.735 Euro, in St. Lambertus 9.120 Euro und in St. Anna 3.475 Euro. Für Jugendarbeit und Ferienlager flossen 21.514 Euro in die Kasse. Dabei kamen 14.854 Euro in Herbern zusammen, in Davensberg waren es 6.000 Euro und in Ascheberg 660 Euro.

Die Haussammlungen der Caritas summierten sich auf 26.407 Euro. 9.126 Euro kamen in Herbern zusammen, 5.591 Euro in Ascheberg und 1.600 Euro aus Davensberg. Für die Kirche allgemein wanderten in Herbern 8.056, in Davensberg 3.200 und in Ascheberg 11.380 Euro in die Kollekten, gesamt 22.636 Euro. „Die Sammler gehen mit großer Wertschätzung vor und niemand wird überrumpelt“, erklärte der Gemeindepfarrer das aus seiner Sicht gute Ergebnis der verschiedenen Aktionen.

Info Jahresstatistik 2018 unterwww.katholische-kirche-ascheberg.de

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