Kettenreaktion durch Sturmtief Sabine

Baum fällt auf Stromleitung, dann bricht Verankerung aus Hausgiebel

Loch in der Hauswand endete 

Herbern – Den Sturm „Sabine“ werden Nicole und Franz Gehrmann aus der Bauerschaft Arup so schnell nicht vergessen. Er entwurzelte am Sonntag kurz vor Mitternacht eine 60 Jahre alte Tanne im Garten des Ehepaares – und am Ende hatte der Hausgiebel ein Loch.

Der Grund: Der herabstürzende Baum löste eine Kettenreaktion aus. Er fiel auf eine Oberleitung, die das Haus mit Strom versorgt. Dadurch riss deren Verankerung aus dem Hausgiebel. Zahlreiche Klinker krachten zu Boden.

„Es gab einen richtigen Schlag, da saß der alte Mann aber senkrecht im Bett. Als ich gesehen habe, dass der Strom weg war, konnte ich mir denken, dass es mit unserer Stromzufuhr zu tun hatte“, erzählt Franz Gehrmann. 

Eigentümer Josef Koch (links) und Bewohner Franz Gehrmann bestaunen die Überreste der 60 Jahre alten Tanne, die das Sturmtief Sabine am Sonntagabend umriss. Die Tanne löste beim Fallen eine Verankerung aus dem Hausgiebel.


Ausgestattet mit einer Taschenlampe ging er ums Haus, um zu schauen, was passiert war. „Die Klinkersteine lagen unten am Haus und mit Blick nach oben bestätigte sich meine Vorahnung, dass die Verankerung rausgebrochen war“, so Gehrmann. Nachdem Josef und Marie-Louise Koch als Eigentümer und die Feuerwehr informiert wurde, ging alles ganz schnell. Nach knapp zehn Minuten war der Löschzug Herbern vor Ort und sicherte alles ordnungsgemäß ab. Auch der Energiebetreiber Westnetz war noch in der Nacht vor Ort. Bei dem anhaltenden Sturm und der Dunkelheit konnte aber nichts gemacht werden.

„Ich war einfach total aufgedreht“

Während das Ehepaar Gehrmann um zwei Uhr in den Schlaf fand, konnte Marie-Louise Koch nicht mehr einschlafen, wie sie erzählt. Das Haus an der Aruper-Straße ist ihr Elternhaus. „Ich war einfach total aufgedreht“, so die Hauseigentümerin. Am Montagmorgen wurde mit Tagesanbruch der Schaden sichtbar. „Die entwurzelte Tanne und das Loch im Giebel des Hauses sind natürlich ärgerlich, aber das ist alles zu ersetzen. Es ist ja Gott sei dank keiner zu Schaden gekommen“, sagte Marie-Louise Koch.

Am Montagmittag war die Stromversorgung im Hause Gehrmann wieder hergestellt und auch der Versicherungsvertreter hatte den Schaden schon aufgenommen. Ein großes Lob gab das Quartett an den Löschzug weiter. Die Feuerwehr sei schnell da gewesen und habe wirklich gute Arbeit verrichtet.

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