Meistertitel schon in Arbeit

Jan Honerkamp aus Herbern ist "Bester Geselle" im Bäckerhandwerk

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Bei seiner Gesellenprüfung musste Jan in sieben Stunden Brot, Brötchen, Plunder und eine Torte zaubern.

Herbern – Jan Honerkamp aus Herbern absolvierte in der Bäckerei Krimphove in Münster eine zweijährige Ausbildung als Bäcker. Im Juni schloss er sie ab – mit Auszeichnung. Jetzt wurde der 21-Jährige beim Leistungswettbewerb des deutschen Handwerks in Münster zum Kammersieger gekürt.

Voller stolz zeigt Jan seine Urkunde, die ihm bei der Schlussfeier des Berufswettbewerbs überreicht wurde. Er ist in seinem Beruf – dem Bäckerhandwerk – „Bester Geselle“, der in diesem Jahr seine Gesellenprüfung im Kammerbezirk Münster abgelegt hat.

Das Bäcker-Gen ist Jan in die Wiege gelegt worden. Sein Opa war Bäckermeister mit einer eigenen Bäckerei in Münster. Auch sein Vater Markus war lange Zeit als Bäcker tätig. Seine Tante ist Konditormeisterin, von der anderen Familienseite her führen Tante, Onkel und Cousin die Bäckerei Röwekamp in Herbern.

Das Bäcker-Gen ist Jan Honerkamp in die Wiege gelegt worden. Jetzt wurde er als "Bester Geselle" ausgezeichnet und führt die Familientradition weiter fort.

Schon in jungen Jahren war Jan Honerkamp vom Kuchenbacken fasziniert. „Heute backe ich allerdings am liebsten Brot und Brötchen“, so der Bäckergeselle. Bei seiner Gesellenprüfung, aber auch beim Leistungswettbewerb wurde alles abgefragt. In sieben Stunden mussten Brot, Brötchen, Party- und Franzbrötchen, gefüllte Windbeutel sowie eine Torte hergestellt werden. In gekonnter Manier erfüllte Jan sein Aufgabenpaket und konnte sein Glück kaum fassen, als am Ende der Kammersieg dabei herumkam.

„Das war schon toll.“ In der vergangenen Woche wurde ihm im feierlichen Rahmen von der Handwerkskammer die Urkunde überreicht. Sich auf seinen Lorbeeren auszuruhen, ist aber nichts für den Herberner: Er möchte schon im Februar seinen Meisterbrief in der Hand halten. Bis dahin wird die Bäckerschürze öfter gegen Fachliteratur, Stift und Block eingetauscht. In der Bäckerfachschule in Olpe bereitet sich der junge Herberner aktuell auf seine Meisterprüfung vor. 

Am liebsten backt Jan Brötchen.

Eins ist für ihn schon jetzt klar: Angesichts nächtlicher Arbeitszeiten möchte er danach erst einmal einen etwas anderen Weg einschlagen. „Ich würde gerne als Fachlehrer arbeiten; am liebsten in einer Fördereinrichtung. Ich habe ein soziales Jahr in der Kinderheilstätte Nordkirchen gemacht und das hat mir super gefallen. Das mit dem Backen zu kombinieren, wäre für mich perfekt.“

Seine Eltern Markus und Petra unterstützen ihren Sohn, wo sie können, und freuen sich derzeit jede Woche über leckeren Kuchen, den Jan von der Bäckerschule mitbringt. „Ich habe ein großes Thema, welches ich mir für meine Meisterprüfung ausgesucht habe. Daran feile ich fast täglich, denn schließlich muss hier wirklich alles perfekt sein“, so der 21-Jährige. Am liebsten nutzt Jan Grundrezepte und verfeinert sie dann. Das helfe ihm besonders bei seiner anstehenden Meisterprüfung. „Das hab’ ich wohl von Opa geerbt, der hat es auch immer so gehändelt.“

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