Männerchor sucht verzweifelt Nachwuchs

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Der Vorstand des Herberner Männerchors (v.l.): Franz Schlüchter, Gerd Gesenhoff, Alfons Krass, Franz Pölker, Uwe-Reiner Bochmann, Norbert Zdahl, Ludger Vienkötter, Werner Langenberg und Ludger Konkol.

Herbern - Die Wiederwahl der 1. Vorsitzenden Norbert Zdahl geriet am Montagabend auf der Generalversammlung des Herberner Männerchors zur Randnotiz. Vielmehr diskutierten die Mitglieder darüber, wie die Zukunft des Chors zu sichern ist.

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden bestätigte Kassierer Werner Langenberg dem Verein eine gesunde Kassenlage. Nach der Entlastung des Vorstandes standen Neuwahlen auf der Tagesordnung. Im Block wurden einstimmig der erste Vorsitzende Norbert Zdahl, der zweite Vorsitzende Reinhard Lohmann, Finanzvorstand Franz Pölker und Werner Langenberg sowie Gerd Gesenhoff und Ludger Vienkötter für die Öffentlichkeitsarbeit wiedergewählt. 

Außerdem bleibt der Männerchor dem Vereinslokal Deitermann treu. Änderungen gab es auf dem Posten des zweiten Kassenprüfers, den ab jetzt Franz Schlüchter einnimmt. Er ersetzt Hans-Georg Hänel, der turnusgemäß ausschied. 

Nachwuchs nur schwer für Chorgesang zu begeistern

Bei einer Präsentation spiegelte der erste Vorsitzende die aktuelle Situation des Vereins wider. Demnach sei man aktuell gerade noch gut genug besetzt, um einen Chor zusammenzustellen. Norbert Zdahl wollte am Montagabend die Augen nicht vor der Realität verschließen. Er erklärte, dass es anscheinend einem allgemeinen Trend der Zeit entspreche, dass Chören der Nachwuchs ausgeht. 

„Das vielseitige und dicht gedrängte Freizeitangebot des Medien-Zeitalters macht es immer schwieriger, Nachwuchs für den Chorgesang zu begeistern“, sagte er. Chorleiter Uwe-Reiner Bochmann weiß um die gute Qualität seines Männerchors: „Wir haben im vergangenen Jahr Enormes geleistet und ein tolles Konzert mit neuen Liedern auf die Beine gestellt. Darauf können wir stolz sein.“ 

Hoher Altersdurchschnitt und ein Finanzloch

Der Männerchor zählt aktuell nur noch 20 Aktive. Der Altersdurchschnitt liegt bei 69 Jahren. Auch in der Kasse klingelt es nicht so wie gewünscht. „Wenn wir weitermachen wollen würden wie bisher, müssten wir den Mitgliedsbeitrag von 65 auf 150 Euro aufstocken“, erklärte der Vorsitzende den Mitgliedern. 

Es müssen Lösungen her, da sind sich die Sänger des Herberner Männerchors einig. Ob man Projektgruppen bildet, mit Instrumenten musiziert oder sogar mit einem anderen Chor fusioniert – am Abend der Generalversammlung wurden viele Möglichkeiten diskutiert. Ein neues Konzept fanden die Mitglieder aber noch nicht.

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