Laienspieler begeistern mit plattdeutschem Stück

Im Etablissement von Babsi und Uschi versteckt sich Jungbauer Heinrich vor seiner Schwiegermutter.
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Im Etablissement von Babsi und Uschi versteckt sich Jungbauer Heinrich vor seiner Schwiegermutter.

HERBERN - Aufklärungsunterricht in plattdeutscher Sprache gab es von den Herberner Laienspielern bei ihrer Premierenveranstaltung von „Heinrich un datt Etablissement“ am Samstagabend in der vollbesetzten Aula der Theodor-Fontane-Schule in Herbern. Dem Publikum gefiel es, das Stimmungsbarometer war von Anfang an ganz oben.

Bei dem Dreiakter von Carl Slotboom aus dem Plausus Theaterverlag wurden vor allem die Lachmuskeln strapaziert. Weil bei den „leichten Damen“ Babsi (Kathrin Schulze Aquack) und Uschi (Carolin Frigge) die Geschäfte nicht mehr so gut laufen, beschließen sie, Zimmer zu vermieten. Ihr erster Gast ist schnell gefunden, der Jungbauer Heinrich Engelmann (Kai Nienhaus) meldet sich auf ihren Aushang.

Dieser ist nämlich auf der Flucht vor seiner Verlobten und deren tyrannischer Mutter (Mathilde Forsthövel). Naiv, wie Heinrich nun einmal ist, glaubt er, dass Uschi und Babsi in ihrem Etablissement als Physiotherapeutinnen arbeiten. Ihm bleibt auch keine Zeit, um Fragen zu stellen. Die Verlobung mit Freundin Klärchen (Veronika Rupke) hat ihm ein grausames Urteil beschert: „Lebenslänglich“ wird er seine Schwiegermutter ertragen müssen.

Fotos von der Aufführung

Plattdeutsches Theater

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„Klärchen ist ein Schatz“, betont Heinrich, „aber ihre Mutter mischt sich überall ein.“ Schnell findet die Gute heraus, bei wem sich ihr Schwiegersohn in spe versteckt hat. Kurzerhand zieht sie inkognito mit ihrer Tochter in dem Etablissement ein. Da sind Missverständnisse vorprogrammiert.

Die überspitzte und klischeebehaftete Darstellung der Charaktere, wie die des naiven und altmodisch auftretenden Jungbauern in trister Hose und kariertem Hemd oder die der „leichten Mädchen“ in Minirock und Stiefeln, bereitete den Zuschauern ein komödiantisches Vergnügen. Spätestens beim Auftritt des „Schwiegermonsters“ konnte sich das Publikum vor Lachen nicht mehr halten.

Den Regisseuren Walburga Sennekamp, Marion Kraß und Andreas Nienhaus sowie den sieben Schauspielern - hinzukommen Alexander Spahn als Manfred und Christoph Freise als Walter - ist eine unterhaltsame Inszenierung gelungen. Die Souffleure Paul Ophaus und Walburga Sennekamp kamen nicht zum Einsatz.

Nach ihrem erquickenden Auftritt wurden die Darsteller bejubelt und mit tosendem Beifall überhäuft. - isa

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