Heinz Vertgewall und Franz Schütte sind zwei der Helfer am Recyclinghof

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Heinz Vertgewall und Franz Schütte sind zwei der fünf festen ehrenamlichen Helfer, die auf dem Recyclinghof in Herbern dafür sorgen, dass korrekt entsorgt wird.

Herbern - Wenn das Wochenende anbricht, kreisen die Gedanken der meisten Zeitgenossen wohl um Erholung und Vergnügen nach einer arbeitsreichen Woche. Für die beiden ehrenamtlichen Helfer am Recyclinghof, Franz Schütte und Heinz Vertgewall, ist dagegen samstagsmorgens der Moment gekommen, die Ärmel hochzukrempeln, um ihren Mitbürgern zur Hand zu gehen.

Denn dann reihen sich die fleißigen Herberner, die daheim entrümpelt oder den Garten beackert haben, mit ihren Autos und Anhängern in den Schlangen vor den Containern auf dem Recyclinghof an der Ondruper Straße. Elektroschrott, alte Fahrräder, Altpapier, Grünabfälle – dies und mehr will einmal in der Woche ordentlich entsorgt sein. Und das wäre ohne ehrenamtliche Helfer ohne Gebühr für die Anlieferer nicht zu machen. 

Schütte und Vertgewall sind zwei der fünf Freiwilligen, die in Herbern mit anpacken. Insgesamt kann Ascheberg auf die Unterstützung von 60 Ehrenamtlern zählen.

Ausgestattet mit Warnweste und Handschuhen

Vor zwei Jahren ist Franz Schütte zum Recyclinghof-Team dazu gestoßen. „Die Arbeit macht mir viel Spaß. Der Gemeinschaftssinn hat hier noch einen großen Stellenwert“, sagte der 62-Jährige. Ausgestattet mit Warnweste, Handschuhen und speziellen Arbeitsschuhen öffnet Franz Schütte am Samstagmorgen um zehn Uhr die Pforten des Recyclinghofes. Auch bei der letzten Schicht im Dezember war einiges los. „Was wir zwischen den Feiertagen an Elektroschrott angenommen haben, war der Wahnsinn. Wir sind zu einer Wegwerfgesellschaft geworden. Da wird lieber ein neuer Drucker gekauft als neue Patronen hierfür zu beschaffen“, sagte Schütte.

Auch Heinz Vertgewall unterstützt mit Leib und Seele das Bauhof-Team. „Die Arbeit gibt einem viel, es macht Spaß, mit dabei zu sein.“ Der Rentner und sein Kollege im Vorruhestand sind froh, nach der Erwerbstätigkeit noch etwas sinnvolles tun zu können und auf andere Menschen zu treffen.

Recyclinghof feiert 25-jähriges Jubiläum

In diesem Jahr feiert der Recyclinghof in Herbern sein 25-jähriges Jubiläum. Neben den festen Ehrenamtlichen gibt es in Herbern auch Vereine, die ebenfalls wechselweise unterstützend ihre Dienste verrichten und den hauptamtlich ehrenamtlichen Helfern mit Paul Bröker, Bernhard Gesenhoff, Udo Heitmann sowie Heinz Vertgewall und Franz Schütte unter die Arme greifen. Ein Zuckerschlecken ist die Arbeit wahrlich nicht, die Männer müssen schon kräftig zupacken, da ist sich das Quintett einig.

In den 1990er Jahren begann ein Umdenken in Sachen Müllvermeidung- und Mülltrennung. Nachdem 1993 in Ascheberg der erste Recyclinghof eröffnet wurde, trug die Idee ein Jahr später auch in Herbern Früchte. Die Gemeinde kann den Service für die Bürger nur kostenlos anbieten, weil viele Hände mitanpacken.

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