Den Heimatverein Herbern hat das Goldfieber gepackt

An den Abbau des Minerals Strontianit erinnern (von links) Josef Bernsmann, Lambert Feldhaus, Liane Schmitz, Maria Schulte-Loh und Dr. Tanja Bessler-Worbs mit der Sonderausstellung im Museum Heimathaus. ▪

HERBERN ▪ Im Münsterland greift das Goldfieber um sich und hat auch Herbern voll im Griff. Mit einer Sonderausstellung zum Thema „Als das Goldfieber das Münsterland packte“ im Museum Heimathaus erinnert der Heimatverein seit Sonntag an den großen Ansturm auf das Mineral.

Strontianit wurde vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis 1945 zwischen Lippetal, Warendorf, Münster und Lüdinghausen abgebaut.

Zur feierlichen Eröffnung der Ausstellung begrüßten Josef Bernsmann, erster Vorsitzender des Heimatvereins, und das Ausstellungsteam bestehend aus Liane Schmitz, Dr. Tanja Bessler-Worbs und Gisela Lamkowsky Vertreter der Lokalpolitik, die Vorstände der ortsansässigen Vereine und Mitglieder von Heimatvereinen aus der Umgebung.

Bis zu den Herbstferien ist die Ausstellung nun an jedem Samstag und Sonntag zwischen 15 und 17 Uhr sowie an weiteren Terminen nach Absprache geöffnet. Zu sehen gibt es neben Originalbildern, die den Abbauprozess dokumentieren, und einzelnen Gesteinsproben auch einen Teil eines Strontianitschachtes, sowie einen zum Teil erhaltenen Abbaustreb mit Schienen, Lore und Werkzeug. „Außerdem haben wir auch ein Modell des Strontianit-Schachtes Wickensack, der sich in Ascheberg befand. Dieser war noch bis 1945 in Betrieb. Danach wurde der Abbau im Münsterland eingestellt“, erklärte Dr. Tanja Bessler-Worbs. Die Ausstellungsstücke stammen dabei alle aus der Region. „Wir haben hier Stücke aus Aschberg, Beckum und natürlich auch aus Herbern.“

Die Ausstellung widme sich jedoch nicht nur dem Abbau des damals in großen Mengen abgebauten Minerals selbst, sondern auch den Lebensverhältnissen der Arbeiter. „Im Stall haben die Besucher sogar die Möglichkeit, selbst einmal den Meißel in die Hand zu nehmen und wie die Pickeljungs von damals die Steine abzuklopfen.“ sagte Dr. Tanja Bessler-Worbs. ▪ scu

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