Gute Noten für die Profilschule

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Die Profilschule ist in Ascheberg sowie im Schulzentrum in Herbern (Bild) beheimatet.

Ascheberg - Die Profilschule Ascheberg (PSA) hat es schwarz auf weiß: Die Kinder lernen genug und sie lernen das Richtige. Sie hängen in vielen Bereichen Gesamtschüler ab und können sich auch mit Gymnasiasten messen.

Vor allem im Fach Deutsch im Bereich „Leseverständnis“ schneiden die Ascheberger Schüler gut ab, in den Naturwissenschaften sogar außergewöhnlich gut. Dies ist das Ergebnis der so genannten KESS-Vergleichstests, an denen die fünften und siebten Klassen der Profilschule vor einigen Wochen teilgenommen hatten.

Die Resultate seien „durchweg mehr als erfreulich“ ausgefallen, meldet Schulleiterin Sylke Reimann-Perez.

„Lernt mein Kind genug? Und, fast noch wichtiger: Lernt es die richtigen Dinge für sein Leben als Erwachsener? Um Antworten auf diese Fragen zu finden, die sich wohl die meisten Eltern stellen, hat die Profilschule, selbst noch in den Kinderschuhen, bei den Vergleichstests mitgemacht. Zusätzlich zu den in Nordrhein-Westfalen in der Jahrgangsstufe acht verbindlichen Lernstandserhebungen habe sich die Profilschule mit ihren Fünft- und Siebtklässlern am KESS-Vergleichstest der weiterführenden Schulformen in Hamburg freiwillig beteiligt, schildert Reimann-Perez.

Lob auch für die Grundschulen

Das erfolgreiche Abschneiden teilt sie mit den Grundschulen: „Da muss man den Grundschulen im Gemeindegebiet ein großes Kompliment machen, die Lehrer dort haben mit ihrer hervorragenden Arbeit den Schülern einen guten Start in die weiterführenden Schulen ermöglicht.“

„Die Schwierigkeit ist nun aber, das Wissen nicht nur zu halten, sondern noch auszubauen“, erläutert Susanne Wachholz, didaktische Leiterin an der Profilschule. Und auch das ist sehr gut gelungen, denn die Vorleistungen aus den Grundschulen wurden sogar noch ausgebaut. Im Fach Mathematik haben die Mädchen in ihrem Wissen fast zu den Jungen aufgeschlossen (und beide Gruppen der siebten Klasse haben die Gesamtschüler überholt). In Zahlen ausgedrückt heißt das: Die Jungen erreichten durchschnittlich 122 Punkte (Gesamtschule 113, Gymnasium 144), die Mädchen 119 Punkte (Gesamtschule 106, Gymnasium 136).

Naturwissenschaften auf Gymnasialniveau

Besonders beeindruckend sind die Ergebnisse in den Naturwissenschaften. Hier erreichen die Siebtklässler der PSA fast Gymnasialniveau. Die Jungen erreichen im Schnitt 109 Punkte (Gesamtschule 96, Gymnasium 119), die Mädchen 106 Punkte (Gesamtschule 89, Gymnasium 111).

Ein ähnliches Bild ergibt sich beim Deutsch-Leseverständnis, die Mädchen liegen zehn Punkte über den Gesamtschulen, die Jungen sogar 15 Punkte. „Lediglich bei der Deutsch-Orthografie haben wir noch Nachholbedarf“, sagt Sylke Reimann-Perez. Hier lagen zwar die Mädchen zwei Punkte über den Gesamtschülern, die Jungen aber drei Punkte hinter der Vergleichsgruppe. Im Vergleich zu den Gymnasien fehlen den Profilschülern mehr als 20 Punkte.

Weitere Teilnahme an den Tests geplant

Sylke Reimann-Perez kann diesen Rückstand aber etwas relativieren. Die Arbeiten wurden jeweils in den fünften und siebten Klassen geschrieben und ließen sich deshalb sehr gut mit den Gesamtschulen vergleichen. Die Gymnasien dagegen seien in ihrer Schulzeit um ein Jahr verkürzt, hätten also einen Wissensvorsprung, erklärt sie. Umso bemerkenswerter seien die erzielten Ergebnisse aber, weil sie Mittelwerte aller Schüler abbildeten – also auch die Ergebnisse der 13 Förderschüler mit einflössen.

Einen ähnlichen Effekt hat auch Guido Meyer, stellvertretender Schulleiter, beobachtet. Er ließ zusätzlich im Fach Mathematik eine Vergleichsarbeit mit dem Gymnasium in Senden schreiben. „Unsere Schüler mussten sich richtig strecken, um mit den Gymnasiasten mitzuhalten, da auch diese ein Jahr weiter sind.“ Man habe die Leistungen der Sendener fast erreicht – ein richtiger Schub für Kinder und Lehrer, freute sich Meyer.

Die Teilnahme an den Vergleichstests wolle man jährlich wiederholen, um so gezielt „fördern und fordern“ zu können, machte Sylke Reimann-Perez klar. 

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