Großes Interesse am Blick hinter die Schlossmauern

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Im Schloss Westerwinkel gab es ungewohnte Begegnungen.

Ascheberg - Großer Andrang herrschte am Sonntagmorgen im Schlosshof von Westerwinkel beim ersten Schlösser- und Burgentag. Melanie Wiebusch vom Ascheberger Marketing hatte alle Hände voll zu tun, die nicht angemeldeten Besucher in zwei Gruppenführungen unterzubringen.

Leider musste sie einigen Interessenten absagen. „Das ist schade. Wir hatten uns so gefreut, Schloss Westerwinkel von innen zu sehen. Aber wir werden das am 2. Juli nachholen. Da wird noch eine Führung angeboten“, sagte Lothar Steinhoff. Er hatte mit seiner Frau, den Kindern und Schwiegereltern einen Blick hinter die Schlossmauern erhaschen wollen. 

Pünktlich um 11 Uhr öffnete Anne Albers von der Merveldtschen Verwaltung die Türen des barocken Wasserschlosses aus dem 17. Jahrhundert. Anke von Freden war eine von rund 60 Teilnehmern, die das Schloss besichtigen konnten. „Das wollte ich immer schon. Als ich vom Schlösser- und Burgentag gehört hab, war meine Anmeldung sofort raus“, sagte die Davensbergerin. In Davensberg öffnete sich die Pforte des Burgturms. 

Ewald und Barbara Borgmann waren mit dem Fahrrad aus dem 16 Kilometer entfernten Albersloh angereist, um sich den Turm anzuschauen. Auch sie bekamen viele Eindrücke, die nicht alltäglich sind. Bäuerin Maria Grube erzählte von der Geschichte des Burgturms, in dem 1935 der freischaffende Künstler Friedrich Press sein erstes Atelier hatte.

 Die Münsteraner Brigitte und Heinz Tönnemann lobten die Premiere des Schösser- und Burgentags. Seit Donnerstag haben sie viele Einblicke in die verschiedensten Schlösser- und Burgen im Münsterland genommen. Den Burgturm und die Kolvenburg in Billerbeck hatten sie am Sonntag auf ihrem Programm. In der „Folterkammer und Hexenstock“ des Burgturms staunte Heinz Tönnemann nicht schlecht über die vorhandenen Gerätschaften. 

Der Davensberger Rundturm ist um das Jahr 1250 als Ritterburg erbaut worden. Im 14. Jahrhundert bildete sich um die Burg, die durch den Emmerbach und das undurchdringliche Waldgebiet der Davert geschützt ist, eine kleine Handwerkersiedlung.

 Insgesamt öffneten 25 Bauten im Münsterland während der Premiere des Schlösser- und Burgentags am Wochenende ihre Türen.

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