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Das geteilte Auto: Carsharing-Firma möchte Angebot auf Ascheberg ausweiten

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Von: Gaby Heinkel-Brüggemann

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Die Interessierten konnten beim Infoabend ein E-Auto aus dem Fuhrpark der Carsharing-Firma in Augenschein nehmen. © Heinkel-Brüggemann

Registrieren, buchen, fahren: Die Idee, Autos zu teilen, rückt in den ländlichen Raum vor. Die Firma „teilautos – das regionale Carsharing“ aus Beckum möchte ihr Angebot auf Ascheberg auszuweiten und informierte am Montagabend im Rathaus über das Konzept.

Ascheberg – Sein Carsharing-Angebot hat Oliver Hock seit der Gründung vor drei Jahren speziell auf die Bedarfe in der Region zugeschnitten. Im Kreis Warendorf stellt er inzwischen zwölf Fahrzeuge bereit – Benziner wie E-Autos. „Tendenz stetig wachsend“, sagte Hock. 

Sich registrieren und das Auto buchen können Nutzer per Internet oder Smartphone. Letzteres ist auch der Schlüssel zum Öffnen und Starten des Autos. Nutzen können das Angebot Privatleute ebenso wie Kommunen und Firmen. Angedacht ist auch die Option, neben einem Auto bei Bedarf in Kooperation mit örtlichen Händlern auch ein E-Lastenrad zum Teilen anzubieten. 

Genügend Nutzer für Start nötig

Beim Carsharing sieht die Gemeinde sich mit dem Reallabor Münsterland zur Zukunftsmobilität auf einer Linie, sagte Fachbereichsleiter Thomas Stohldreier. „Wir beginnen in dem Ortsteil mit der größten Nachfrage. Wer die meisten Interessenten hat, darf starten“, hieß es. Um die zu ermitteln gab es Fragebögen. 

Mit genügend Nutzern, die einen Mindestumsatz sichern, könnte das Angebot bald in Ascheberg, Davensberg oder Herbern an den Start gehen. Hock erläuterte die Vorteile des geteilten Autos: Durch geteilte Fahrzeuge komme es zu weniger CO2 -Ausstoß, was die Umwelt schone. Die Kommunen könnten mit dem Angebot für ihre Bürger punkten, der Auslastung des Fuhrparks begegnen und den Klimaschutz unterstützen. 

Private Kunden könnten einen Zweit- oder Drittwagen vermeiden, müssten den Aufwand der Bereitstellung nicht tragen und so Kosten sparen. Firmen wiederum könnten das Angebot flexibel nutzen, Spitzen abdecken und Mitarbeitertarife anbieten. 

Tarife richten sich nach der Häufigkeit

Die Tarife richten sich nach der Häufigkeit der Nutzung: Die Grundgebühr beträgt 19,50 Euro, 7,50 Euro beziehungsweise 2,50 Euro pro Monat, hinzukommen Gebühren pro Stunde und Kilometer. 

Nach seinem Vortrag beantwortete Hock auch die vielen Fragen der Interessierten, ehe die sich ein E-Auto aus dem teilauto-Fuhrpark anschauen konnten. Ebenfalls zu sehen war ein E-Lastenrad von Frye. Denn auch Lastenräder waren Thema während des Abends: Martin Wolf, Klimaschutzmanager der Gemeinde, informierte über das Thema E-Lastenrad-Sharing. 

Mit dem Lastenrad lassen sich Kinder befördern sowie Einkäufe oder sonstige Lasten transportieren. Auch wenn es am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig sei, lerne sich der Umgang damit schnell, sagte Wolf.

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