„Am Haselbüschken“

Gemeinde hilft Vereinen: Zuschuss für Wasser- und Stromanschluss der Schützenwiese

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Die Schützenwiese „Am Haselbüschken“ und auch die angrenzende Anlage des Reit- und Fahrvereins von Nagel soll ans Netz der Gelsenwasser angeschlossen werden. Zudem wollen die dort aktiven Vereine eine Stromleitung verlegen, um bei größeren Veranstaltungen unabhängig von Zusatz-Aggregaten zu werden.

Herbern – Die Gemeinde Ascheberg unterstützt die Pläne von vier Herberner Vereinen, die Schützenwiese an der Straße „Am Haselbüschken“ (Graf-Ferdinand-von-Merveldt-Platz) ans Wasser- und Stromnetz anzuschließen. Dazu billigte der Rat in seiner Sitzung am Dienstag Zuwendungen in Höhe von insgesamt 18.000 Euro.

Das Votum der Ratsmitglieder fiel einstimmig aus. Das Vorhaben selbst schlägt mit rund 60.000 Euro zu Buche, wobei die Hälfte aus dem Heimat-Fonds NRW kommen soll. Nicht eingerechnet ist die Eigenleistung der Vereine, die selbst Gräben öffnen und schließen wollen. 

Schon Mitte 2019 hatten sich die Vereine mit Bitte um Unterstützung an die Gemeinde gewandt: die Jakobi-Bruderschaft Herbern, der Schützenverein Horn, der örtliche Bürgerschützenverein und der Reit- und Fahrverein von Nagel, der gleich neben der Schützenwiese beheimatet ist. 

Vereine versorgten sich bislang mit Brunnen

In einem Schreiben war unter anderem von „aufkommenden Hygieneproblemen“ die Rede, die sich ergäben, weil beide Flächen nicht ans Gelsenwasser-Netz angeschlossen seien. Bis dato versorgen sich die Vereine aus selbst gebohrten Brunnen. Einige davon seien angesichts der zuletzt trockenen Sommer aber nicht mehr nutzbar, heißt es. 

Bei größeren Veranstaltungen wie Schützenfesten oder Reitturnieren müsse improvisiert werden – etwa, indem die Feuerwehr um Unterstützung gebeten werde. Auch mit der Stromversorgung hapere es, heißt es. Bei Großereignisse müsse auf zusätzliche Aggregate zurückgegriffen werden. 

Neben der Ertüchtigung der Stromversorgung planen die Vereine überdies, die Abwassergrube des Schützenplatzes mit einem Pumpwerk an die Abwasserdruckleitung der Reitanlage anzuschließen. Die neuen Leitungen sollen nun vom Anschlusspunkt an der Straße „Auf der Rulle“ vorbei am Westerteich über teils private Ackerflächen gen Schützenwiese verlegt werden. Die Trasse misst rund 600 Meter. 

Politik lobt Vorhaben

Von den 18.000 Euro Zuwendung sind 12.000 Euro ein direkter Zuschuss an die Vereine. Der Rest sind Eigenmittel, die die Gemeinde gemäß den Förderrichtlinien des Heimat-Fonds aufzubringen hat. Die vier Vereine selbst sind ebenfalls mit 12.000 Euro im Boot – und mit ihrer Muskelkraft. 

Die Ausschussmitglieder lobten das Vorhaben unter anderem als „sehr gelungene, dem Gemeinwohl dienende Maßnahme“ (Ludger Wobbe, CDU), Christian Ley (SPD) stellte überdies die positiven Folgen für die Umwelt heraus.

Für das Agieren der Gemeinde in dieser Angelegenheit gab’s aber auch Kritik. So hätte sich Volker Müller-Middendorf (UWG) eigenem Bekunden nach gewünscht, dass sie eher über das Projekt informiert hätte. Dies habe mit Blick auf die intensiven Gespräche mit den Vereinen und auch mit Grundstückseigentümern, die von der Baumaßnahme betroffen sind, nicht geschehen können, hieß es zur Begründung. 

Jochen Wismann (FDP) mahnte an, dass es in der Gemeinde keine festen Kriterien gebe, wie Vereine finanziell unterstützt werden. Dem widersprach Bürgermeister Dr. Bert Risthaus. Zumindest im Bereich Sport gebe es Regelungen, die erfolgreich angewendet würden. Der Förderantrag ans Land soll unmittelbar gestellt werden, begleitet von einem Antrag auf förderunschädlichen Maßnahmenbeginn.

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