Öffentliche Einrichtungen geschlossen

Gemeinde will vermitteln: In der Corona-Krise füreinander „DAH“ sein

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„Ich bin für dich DAH“ – unter diesem abgewandelten Ascheberg-Motto sollen Helfer und Hilfesuchende zusammengebracht, soll unter Quarantäne stehenden Menschen beim Einkauf geholfen werden.

Ascheberg – Mit dem leicht abgewandelten Ascheberg-Motto „Ich bin für dich DAH“ ruft Bürgermeister Dr. Bert Risthaus zu Solidarität und Hilfsbereitschaft auf und setzt die Verwaltung als Mittler zwischen Hilfesuchenden und Helfern ein. Darüber hinaus schließt die Gemeinde bis zum 19. April alle öffentlichen Einrichtungen.

Der Einkauf von Lebensmitteln oder Grundbedarf, der Gang zur Apotheke oder das Ausführen von Haustieren sollen über die Gemeinde vermittelt werden und jenen, die in Quarantäne ausharren müssen, das „DAH-sein“ erleichtern. „Sollte sich das Coronavirus weiter ausbreiten, werden Solidarität und gegenseitige Hilfe immer wichtiger“, schreibt der Bürgermeister in einer Pressemitteilung und appelliert an die Bürger, „Angehörige und Nachbarn im Blick zu behalten und sich bei Bedarf soweit wie möglich gegenseitig zu helfen.“ Das gelte insbesondere für Menschen in häuslicher Quarantäne, die nicht auf familiäre oder nachbarschaftliche Hilfe zurückgreifen können.

Deshalb übernimmt die Verwaltung ab dem 18. März die Vermittlerstelle zwischen Helfern und Hilfesuchenden. Wer freiwillig helfen möchte oder Hilfe benötigt, kann dies unter der zentralen Telefonnummer 02593 / 609-4444 ab Mittwoch, 18. März, der E-Mail-Adresse dah@ascheberg.de sowie schriftlich an die Adresse Rathaus Ascheberg, Stichwort: DAH, Dieningstraße 7, 59387 Ascheberg, bei der Verwaltung melden und seine Kontaktdaten (Name, Adresse, Telefonnummer, Hilfsangebot beziehungsweise Hilfebedarf) mitteilen.

Vermittlung ab dem 18. März verfügbar

„Die Hilfe bezieht sich ausschließlich auf den Einkauf von Grundnahrungsmitteln, Grundbedarfen, Medikamenten oder das Ausführen von Haustieren“, heißt es in Mitteilung weiter.

Die Verwaltung prüfe bei den Hilfesuchenden das tatsächliche Vorliegen der Quarantäne und vermittele dann nach Möglichkeit die passenden Helfer. Die Vermittlung wird Mitte März technisch und personell eingerichtet und ist ab dem 18. März verfügbar.

Gemeinde schließt ihre Einrichtungen

Wie die Stadt Werne schließt auch Ascheberg alle von der Gemeinde bewirtschafteten Gebäude in allen drei Ortsteilen bis zum 19. April. Dies betrifft die Musikschule, das Hallenbad Herbern, alle Turnhallen, das Dorfgemeinschaftshaus Davensberg sowie alle Räume der OJA in Ascheberg und Herbern. Im Bürgerforum des Rathauses finden ebenfalls bis zum 19. April keine Veranstaltungen statt.

Die Gemeinde bittet außerdem, von persönlichen Besuchen des Rathauses abzusehen. Die Mitarbeiter des Rathauses seien weiterhin telefonisch und per E-Mail erreichbar. Aufschiebbare Anliegen sollen zurückgestellt werden; in dringenden Fällen könne telefonisch Kontakt aufgenommen werden. Ausschusssitzungen finden nur für dringend notwendige Entscheidungen statt. Der Kreis Coesfeld reagiert auf das Coronavirus. Aktuelle Beschlüsse in unserem News-Ticker.

Dr. Bert Risthaus ist weiterhin per Telefon und E-Mail erreichbar. Die persönliche Sprechstunde findet bis auf weiteres nicht statt. Angesichts der aktuellen Lage wird er den Besuchsdienst zu Alters- und Ehejubiläen einstellen. „Ich bedaure das sehr, weil soziale Kontakte schön und wertvoll sind. Aber ich möchte Glückwünsche, Wertschätzung und Freude überbringen, nicht jedoch die Gefahr einer gegenseitigen Ansteckung erhöhen“, so Risthaus.

Informationen zur Entwicklung und Ausbreitung des Coronavirus in ganz NRW gibt es im großen Ticker.

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