Surfen im Internet soll per App in allen Ortsteilen mit öffentlichem WLAN möglich sein:

Planungen für öffentliches WLAN in Ascheberg

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Die Mobilfunkversorgung in Ascheberg ist gut. So wurden in den vergangenen Jahren neue Mobilfunkmasten aufgestellt oder durch Antennenaustausch aufgerüstet.

Ascheberg – Öffentlich zugängliches WLAN steht weiterhin auf der Agenda der Gemeinde Ascheberg. Ob beim Einkauf, im ÖPNV oder auf Plätzen: Das Surfen im Internet soll per App in allen drei Ortsteilen mit öffentlichem WLAN möglich sein.

Aus einem Pool von Anbietern mit verschiedenen Lösungsansätzen zu öffentlichem WLAN hat die Verwaltung die Gelsen-Net Kommunikationsgesellschaft aus Gelsenkirchen ausgewählt. Vertreter des Unternehmens, an dem auch Versorger Gelsenwasser beteiligt ist, sollen ihr Angebot demnächst im Wirtschaftsförderungsausschuss (WAF) vorstellen, berichtete Fachbereichsleiter Helmut Sunderhaus am Dienstag in der Sitzung des Gremiums. Das Vorhaben ist Teil der gemeinsamen Digitalisierungsstrategie im Kreis Coesfeld. 

Gelsenkirchener Unternehmen als passender Anbieter

Kreisangehörige Gemeinden arbeiten zusammen daran. „Im Arbeitskreis Dorfmitte werden auf Kreisebene Gespräche geführt, wie man überall einen leichten Zugang zum Internet schaffen kann“, sagte Sunderhaus. Das Thema öffentliches WLAN ist nicht neu und wurde in Ascheberg bereits Ende 2018 angesprochen, als es im WFA im Rahmen der Digitalisierung um die „Masterkonzeption Gigabit-Gesellschaft“ ging. Seither habe sich die Technik allerdings schon wieder verändert, erklärte der Fachbereichsleiter. In Gelsen-Net habe die Gemeinde einen passenden Anbieter gefunden. 

Die Datenhoheit bliebe so bei der Gemeinde und die Daten ließen sich durch Einloggen auswerten, sagte der Fachbereichsleiter. Beim Angebot von Unitymedia (inzwischen Vodafone) sei dies nicht der Fall, stellte er den Unterschied heraus. In der Praxis könnten sich zum Beispiel Touristen einloggen und pro Tag 500 M/bit Datenvolumen buchen. Gegen eine Datenflatrate von fünf Euro könnten sie dagegen sofort beim Einloggen auf fünf Gigabit zugreifen. „Gibt es dafür denn überhaupt Bedarf“, hakte Sebastian Klaas (SPD) nach. Vor einem Jahr hätte er diese Frage wohl eher mit Nein beantwortet, räumte Sunderhaus ein. Die Situation habe sich aber zuletzt stark verändert. „Der Markt bewegt sich, das ist interessanter als es noch im November 2018 war“, hieß es. 

Möglicher Start am Katharinen-Platz

Die Basis für öffentliches WLAN ist unter anderem mit der guten Mobilfunkversorgung der Gemeinde gelegt. Diese wurde zum Beispiel durch zusätzliche Masten wie etwa an der Grenze zu Drensteinfurt verbessert und vorhandene Mobilfunkmasten durch Antennenaustausch aufgerüstet. Ansonsten werde das öffentliche WLAN-Angebot über das Glasfasernetz der Gemeinde realisiert. „Mit der Umsetzung könnte man sukzessive anfangen, etwa am Katharinen-Platz“, meinte Sunderhaus auch mit Blick auf Veranstaltungen wie „Ascheberg trifft sich“. Erdbaumaßnahmen müsste man angesichts der geplanten Platzgestaltung im Ortsteil sinnvoll koordinieren.

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