Für den Garten des Malteserstifts

Herberner Steinmetz restauriert Heiligenfiguren

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Die Josephs-Statue hatte einst im Giebel des abgerissenen Krankenhauses seinen Platz. Zusammen mit der Jesusfigur soll sie im Garten des Malteserstifts aufgestellt werden.

Herbern - Steinmetz Andreas Fabritius restauriert in seiner Werkstatt gleich zwei Heiligenfiguren: die Jesus-Statue, die an der Ecke Altenhammstraße/Bakenfelder Weg stand, und die Nachbildung des St. Joseph, die einst im Giebel des abgerissenen Krankenhauses ihren Platz hatte.

Die Bauarbeiten am Josephsquartier schreiten voran, Platz ist derzeit Mangelware auf der Baustelle. In der vergangenen Woche musste die Jesusfigur, die an der Ecke Altenhammstraße/Bakenfelder Weg stand, erst einmal weichen, damit sie nicht noch beschädigt wird. Steinmetz Andreas Fabritius hat sich dieses Projektes angenommen, was für ihn auch eine Herzensangelegenheit ist. Auch die Josephsfigur, die zuletzt im Krankenhaus-Giebel ihren Platz hatte, hat er unter seine Fittiche genommen. Beide Skulpturen sollen künftig im Garten des Malteserstifts St. Benedikt eine neue Heimat finden.

Auch um die Instandsetzung der Jesusfigur kümmert sich Steinmetz Andreas Fabritius. Sie ist aus Beton gefertigt.

„Die Jesusfigur ist aus Beton und nicht aus Sandstein. Ich tippe, sie wurde irgendwann nach dem Krieg dort aufgestellt“, sagt der Steinmetz während seines Einsatzes. Mit vereinten Kräften wurde zunächst die rund 150 Kilogramm schwere Figur vom Sockel gelöst. Mit gekonnten Handgriffen wurde die Skulptur auf Holzbretter gelegt, um sie dann auf eine Sackkarre zu stellen. „Nicht an den Händen festhalten, lieber an den Schultern“, appelliert Fabritius an eine Helferin, um Transportschäden abzuwenden.

Die Fahrt im Transportfahrzeug zum 300 Meter entfernten Firmengelände hat die Jesusfigur gut überstanden – und sie ist auch in bester Gesellschaft, wie Fabritius versichert, während er auf eine andere Figur zeigt.

Salzkristalle müssen entfernt werden

Der Schutzpatron, der heilige Joseph, der bis zum Abriss im Giebel des alten Krankenhauses seinen Platz hatte, wartet ebenfalls auf eine Generalüberholung. Bis vor ein paar Wochen wurde er noch auf dem Firmengelände des Bauunternehmens in Vreden gelagert, jetzt ist er wieder zurück in der Heimat. Am Sandstein des heiligen Joseph hatten sich durch die lange Lagerung Salzkristalle gebildet. „Das muss fachgerecht entfernt werden. Auch noch ein paar andere Stellen gibt es hier zu behandeln. Aber im Großen und Ganzen sieht die Figur noch toll aus“, zeigt sich der Fachmann begeistert. 

„Geschichte wird wieder lebendig“

„Reinhard Hartwig hat sich dafür eingesetzt, dass der Joseph wieder zurück nach Herbern kommt“, betont Andreas Fabritius. Zwei Patienten, eine Mission – denn die Skulpturen sollen nach der Schönheitskur und Generalüberholung im Garten des Malteserstiftes ihren Platz finden. Dort also, wo eine Madonna bereits ihren festen Platz hat. Konkrete Pläne hierfür müssten noch ausgearbeitet werden. Ein paar Ideen schweben Fabritius aber schon vor. Solche Projekte begleitet Fabritius gerne. „Sie lassen Geschichte wieder lebendig werden“, findet er. Wie es mit der Finanzierung hierzu aussieht, steht noch nicht ganz fest. „Konkrete Zahlen liegen uns noch nicht vor“, so Reinhard Hartwig.

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