Fusion schon lange geplant

Für die Vertreter der Nordkirchener Pfarreien gab es in der Versammlung in Dülmen keine Überraschungen.

NORDKIRCHEN ▪ Der Plan des Bistums Münster zur Neustrukturierung der Gemeinden konnte die Vertreter aus Nordkirchen nicht schocken. Dass alles auf eine Fusion von St. Dionysius (Capelle), St. Pankratius (Südkirchen) und St. Mauritius (Nordkirchen) hinauslaufe, sei schon seit langer Zeit bekannt.

„Das war schon klar, als ich vor elf Jahren in die Gemeinde kam“, sagt Pfarrer Hans-Gerald Eschenlohr. Für die am Mittwoch vom Bistum verkündete Fusion der Nordkirchener Pfarreien gibt es schon seit längerem einen Termin. Am 19. Juni soll aus den drei Gemeinden eine werden.

Auf gravierende Änderungen werden sich die Gläubigen nicht einstellen müssen. „Die Gottesdienstzeiten, die personelle Besetzung und auch die Erreichbarkeit vor Ort bleiben unverändert“, sagt Eschenlohr.

Zwar werden die Pfarrbüros in Capelle und Südkirchen offiziell nicht mehr Pfarrbüro heißen, in der Praxis sei das aber unerheblich. „Von der Taufe über die Hochzeit bis zur Beerdigung – es wird weiterhin alles vor Ort geregelt werden können“, so der Geistliche. Die Gemeinde wird auch nach der Fusion mit knapp 6 500 Gläubige eine der kleinsten im Bistum sein.

Der Stellenplan sieht zwei Pfarrer, einen aus der Diözese, einen aus der Weltkirche, sowie zwei Pastoralreferenten-Stellen vor. „Das ist das, was wir momentan auch haben“, sagt Eschenlor. Aktuell seien drei Pastoralreferenten in der Gemeinde, die Kolleginnen an der Kinderheilstätte und der Gesamtschule bekleideten jeweils eine halbe Stelle.

Nicht ausschließen wollte Eschenlohr allerdings, dass sich die Gemeinde langfristig von zwei Pfarrhäusern trennen wird: Das Haus in Capelle stehe ohnehin leer, für die Immobilie in Südkirchen gebe es Pläne für seniorengerechtes Wohnen.

Dass auf die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter der Gemeinden bis zur Verschmelzung im Juni noch einiges an Arbeit zukommt, daraus macht Eschenlohr keinen Hehl. Zwar sei schon vieles geleistet worden, es gebe aber noch viele Formalien, die beachtet werden müssen. Ein Moderator des Bistums steht den Nordkirchenern dabei zur Seite. ▪ oel

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