Holtrup peilt mit Freien Wählern Fraktionsstärke im Gemeinderat an

Frank Holtrup, fraktionsloser Ratsherr, hat die Freien Wähler Ascheberg mit aus der Taufe gehoben. 

Herbern/Ascheberg – Einzug in den Gemeinderat, möglichst in Fraktionsstärke. Das ist Ziel der Freien Wähler Ascheberg.

So haben es sich die Akteure in dem neuen politischen Bündnis um den Vorsitzenden Frank Holtrup für die Kommunalwahl im September auf die Fahne geschrieben. Die Flagge wurde, um im Bild zu bleiben, gerade gehisst: mit der Vereinsgründung im Dezember und der in dieser Woche just vollzogenen Aufnahme in den Dachverband der Freien Wähler NRW. 

Erste Vorstellung am 13. März

Für den Herberner Bauingenieur und gegenwärtig parteilosen Ratsherrn und seine inzwischen neun Mitstreiter gibt es deshalb aktuell alle Hände voll zu tun. Das Programm müsse konkretisiert, der Vereinskodex aufgelegt, viele Formalitäten erledigt werden, zählte der 40-Jährige am Mittwoch im Gespräch mit dem Westfälischen Anzeiger auf. Zudem sei der Internetauftritt in Arbeit. Am 13. März wollen sich die Freien Wähler dann in einer öffentlichen Auftaktveranstaltung vorstellen. Ort und Uhrzeit werden noch bestimmt und mitgeteilt. 

Jahrelange Erfahrung auf der CDU-Bank

An Ratserfahrung mangelt es Frank Holtrup nicht. Die hat der Nordicker in zwölf Jahren gesammelt, zunächst als sachkundiger Bürger und später als Ratsmitglied der CDU. Mitte 2018 verließ er die Partei nach inhaltlichen Differenzen und arbeitete fortan als freier Ratsherr mit. Angesichts des nahenden Wahltermins habe er überlegt, ob er weitermachen oder aufhören solle. Dass es jetzt für ihn bei den Freien Wählern weitergeht, liegt am eigenen Interesse an der politischen Arbeit und an dem Kreis seiner Mitstreiter. Sieben von ihnen sollen sich schon bereit erklärt haben, Wahlkreise zu besetzen. „Der Auslöser für die Gründung sind dynamische Leute, die Schwung mitbringen“, sagte Holtrup und hofft darauf, dass die zur Zeit mehrheitlich Herberner Mitglieder schnell weiteren Zulauf aus Ascheberg und Davensberg bekommen. 

Frigge, Heitbaum und Neumann dabei

Neben Holtrup haben Jörg Frigge als zweiter Vorsitzender, Stephan Heitbaum als Geschäftsführer und Alexander Neumann als Beisitzer Vorstandsämter übernommen. Klima- und Umweltschutz, Artenvielfalt und Dorfgestaltung sind die politischen Themen, die für die Freien Wähler oben auf der Agenda stehen. Daneben ist es auch ein anderer Politikstil, mit dem man die eigenen Ziele verfolgen und Positives erreichen will. „Wir wollen uns frei, objektiv und unabhängig in der Sache einsetzen. Das übliche Parteigeplänkel wollen wir auf keinen Fall, sondern das Beste fordern und unterstützen“, kündigte Holtrup an. Die FW wollten sachpolitisch und außerhalb fester Parteilinien entscheiden. „Vorausgesetzt, wir werden gewählt“, schränkt der selbstständige Bauingenieur ein, der vielen als Vorsitzender des Schützenvereins Nordick und Umgebung bekannt ist.

Zwei Mandate sind das Ziel

Das Wahlziel? Mit seinen Mitstreitern hofft Holtrup auf zwei Mandate, die den Fraktionsstatus sichern und eigene Anträge möglich machen würden. „Wir sind offen für unabhängige Köpfe, die Interesse an Politik und Gestaltung haben“, wirbt er um weitere Mitglieder. Die Tendenz zeige nach oben, berichtet Holtrup, dass die Freien Wähler aus vielen Gesprächen im Vorfeld bereits ein positives Echo mitgenommen haben.

Ansprechpartner

Frank Holtrup, Telefon 0152/34062622, E-Mail: frank.holtrup@t-online.de, und Stephan Heitbaum, Telefon 0172/1645233.

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