Flüchtlingshilfe: Austausch zwischen Einheimischen und Zugewanderten soll gefördert werden

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Das Team der Flüchtlingshilfe dankte den ausscheidenden Akteurinnen mit Blumen. Dabei waren Marlies Rellmann (v.l.), Silke Nientiedt, Christel Nordhoff, Beate Löcke, Uzma Butt, Maria Schumacher, Anna Frank, Gudrun Welzel, Sabine Lenz und Sabine Schröder.

Ascheberg - Mit verschiedenen Projekten will die Flüchtlingshilfe St. Lambertus Ascheberg den Austausch zwischen einheimischen und zugewanderten Einwohnern fördern. Das war ein Thema beim Planungstreffen der Ehrenamtler am Dienstagabend im Pfarrheim St. Benedikt.

Die Runde kam überein, dass Maria Schumacher weiterhin als erste Vorsitzende der Flüchtlingshilfe fungiert. An ihrer Seite steht nun Anna Frank, die von Silke Nientiedt die Aufgaben der stellvertretenden Vorsitzenden übernahm. Aus persönlichen Gründen schied Beate Löcke aus dem Team aus. Guido Eidecker kam neu hinzu.

Seit knapp drei Jahren engagieren sich Ehrenamtliche auf diesem Wege für die Belange geflüchteter Menschen. In den vergangenen zwei Jahren stellte die dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen in zwei Unterkünften in Ascheberg und Davensberg durch die Gemeinde Ascheberg einen Schwerpunkt dar. Nachdem dies abgeschlossen ist, richtet die Initiative ihr Hauptaugenmerk bei den Flüchtlingshelfern auf die Förderung der Integration.

Brücken zwischen Einheimischen und Zugewanderten

Mit verschiedenen Projekten sollen Brücken zwischen den angestammten Ascheberger Bürgern und ihren neuen Nachbarn sowie unter den Flüchtlingen verschiedener Herkunft gebaut werden. Maria Schumacher sagte, nach drei Jahren Engagement rücke die Vermittlung von Deutschkenntnissen in den Hintergrund. Migrationsberaterin Sabine Schröder vom Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) Lüdinghausen gab an dem Abend Tipps an die Ehrenamtlichen weiter. „Jetzt ist es wichtig, dass man die Bürger und Flüchtlinge zusammenbringt. Diese Arbeit auf Augenhöhe ist oft schwierig. Projekte sind hier eine gute Lösung, da diese nur zeitlich begrenzt sind“, berichtete Sabine Schröder aus ihrer Erfahrung.

Drei Projekte angestoßen

Für Ascheberg wurden erst einmal drei Projekte ausgearbeitet, wie Maria Schumacher sagte. Einen Kulturtreff für Bürger und Flüchtlinge soll es an der Flüchtlingsunterkunft am Breil (Ascheberg) ab Freitag, 19. Januar, einmal wöchentlich von 17 bis 19 Uhr geben. Mit der Theaterpädagogin Gabi Sutter aus Münster ist ein Schauspielprojekt über fünf bis sieben Wochen geplant. Hier sollen sich die verschiedenen Kulturen auf darstellerischem Weg begegnen und Impulse für Austausch und Verständnis setzen. Den genauen Termin werden die Verantwortlichen rechtzeitig bekannt geben. 

Als dritte Maßnahme ist eine Nähwerkstatt mit Schneidermeisterin Bärbel Rogoll vorgesehen. Damit dies zustande kommt, sucht die Flüchtlingshilfe zunächst einmal gebrauchte und funktionsfähige Nähmaschinen als Spende. Die Maschinen können dienstags und donnerstags im Sozialkaufhaus in Herbern während der Öffnungszeiten von 14.30 bis 17 Uhr abgegeben werden. Weitere Ideen seien ein Männertreff und Unterricht auf Arabisch für Kinder, die eventuell wieder zurück in die Heimat müssen, berichtete Anna Frank. 

An diesen Vorhaben werde die Flüchtlingshilfe St. Lambertus im Laufe des Jahres weiter arbeiten. Kurzum: Es bleibt noch viel zu tun.

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