Finanzhochschule in Nordkirchen: Neubau geplant

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Die Studenten-Wohnanlagen der Fachhochschule im Sundern reicht für die Unterbringung der Studenten nicht mehr aus. Auch die mobilen Wohneinheiten auf dem Parkplatz im Sundern wurden bereits im Herbst 2016 erweitert.

Nordkirchen - Die Fachhochschule für Finanzen (FHF) in Nordkirchen soll 150 zusätzliche Wohneinheiten für Studenten erhalten. Entstehen sollen sie in dem Bereich des Sundern-Geländes, die Fertigstellung ist für 2019 geplant.

Allerdings befinde man sich noch in einer sehr frühen Planungsphase, sagte Personalleiter Hermann Josef Neuhaus zu dem noch nicht näher konkretisierten Projekt. Dagegen steht der Termin für den ersten Spatenstich des Mensa-Neubaus ebenfalls im Sundern mit dem 2. Mai schon fest.

Erst im Herbst 2016 wurden die mobilen Wohneinheiten auf dem Parkplatz im Sundern um 117 erweitert. Ferner habe man bereits 170 Fremdunterkünfte für die Unterbringung von Studierenden angemietet, sagte Neuhaus. Aktuell absolvieren 1.220 Studenten ihr Grundstudium in Nordkirchen, das sie 2015 beziehungsweise 2016 begonnen haben. Tatsächlich sind die Kapazitäten der FHF in Nordkirchen ausgereizt. Im Haupt- und Finanzausschusses des NRW-Landtages steht das Thema am Donnerstag, 19. Januar, auf der Tagesordnung.

Steigende Anwärterzahlen

Die FHF verfügte mit dem Einstellungsjahrgang 2016 über 1.290 Unterbringungsmöglichkeiten, die sich laut Sitzungsvorlage wie folgt zusammensetzen: 934 Betten FHF, cirka 15 Heimschläfer, 170 angemietete Privatunterkünfte, 171 mobile Wohneinheiten. Vor dem Hintergrund steigender Bedarfe werden aber nicht nur die Wohneinheiten für die FHF-Studierenden knapp, sondern auch Lehrsäle und Mensa-Plätze. Über die prognostizierten Ausbildungszahlen wird im Sitzung des NRW-Finanzausschusses berichtet.

In die Prognose wurden die steigenden Anwärterzahlen der Ausbildungsoffensive einbezogen. So geht man für die Jahre von 2017 bis 2020 von jeweils 250 Anwärtern mehr als in 2016 aus. Demnach werden 2017 zusätzlich 260 Unterkünfte benötigt (2018: 510; 2019: 547; 2020: 563). Bei den Unterkünften für Dozenten sind es zusätzlich 20 in 2017 (36; 42; 46) und bei Lehrsälen 2017 zusätzlich zehn (18; 21; 23). Für Entlastung sollen künftig zwei Nebenstellen der FHF in der Akademie Klausenhof in Hamminkeln und der Wentworth-Kaserne in Herford sorgen. In den beiden Liegenschaften sei eine wirtschaftliche Unterbringung möglich, lautete das Ergebnis eines landesweiten Verfahrens.

Ehemalige Kaserne soll genutzt werden

Die Akademie Klausenhof werde von der FHF bereits für Ausbildungszwecke genutzt. Hier stehen laut Sitzungsvorlage 108 Unterkünfte für 100 Studierende und acht Dozenten sowie vier Lehrsäle bereit. Die Wentworth-Kaserne soll nach dem Abzug der britischen Streitkräfte 2015 nach Vorstellungen der Hansestadt Herford als BildungsCampus genutzt werden. Die Stadtentwicklungsgesellschaft (SEH) habe die Bedarfsdeckung für 160 Studierende und zwölf Dozenten bereits zugesagt. Zur Finanzierung der Kosten sollen 2017 in den Haushalt von Finanzminister Dr. Norbert Walter-Bojans rund 2,3 Mio. Euro (2018: 7,4 Mio. 2019: 10,9 Mio., 2020: 11.3 Mio.) eingestellt werden.

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