Drei Löschzüge und 60 Feuerwehrleute beteiligt 

Feuerwehrübung auf Ascheberger Kirchturm

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Die Feuerwehr musste an der Lambertuskirche das Wasser nach oben pumpen.

Ascheberg – Ein Spaziergang war das am Montagabend nicht. Ganz im Gegenteil. Denn für einige der Blauröcke ging es bei der gemeinsamen Dienstübung der drei Löschzüge hoch hinaus. Es ging auf den Ascheberger St. Lambertus-Kirchturm.

Unzählige Stufen mit viel Arbeitsmaterial mussten da zunächst bewältigt werden. Und oben hieß es dann: Wasser marsch! Es war eine Teilaufgabe der Übung. Die beinhaltete die Brandbekämpfung unter Atemschutz mit einem C-Rohr nach einem Schwelbrand. „Das war die angenommene Lage“, erklärte Robert Bergelt (Löschzug Davensberg), der diese Übung mit Sven Kahl (Löschzug Ascheberg) und Hendrik Thygs (Löschzug Herbern) ausgearbeitet hatte. Eine Übung, die außerdem das Herstellen der Wasserversorgung und die Riegelstellung mit zwei C-Rohren und einem Wenderohr von der äußeren Kirchenseite gegenüber dem Parkplatz Bultmann beinhaltete.

Qualm am Kirchturm gemeldet

 „Uns ging es vor allem darum einzuschätzen, wie viel Personal, Material und Zeit werden im Ernstfall im Kirchturm benötigt“, erklärte Aschebergs Löschzugführer Sven Kahl. Im Ergebnis zeigte sich: Es ist eine personal-, material- und arbeitsintensive Aufgabe. „Aber sie ist machbar“, so Kahl. Und diese Übung zeigte außerdem: Auch die Bürger passen auf. Denn mitten in der Übung wurden plötzlich die Löschzüge alarmiert. Einsatzort: die Ascheberger Kirche. Dort hatten Bürger Qualm am Kirchturm gesichtet. Doch dieser Qualm entpuppte sich als Wasser, das mit hohem Druck aus dem C-Rohr strömte. „Auch das war ein wichtiger Punkt für uns“, so Begelt. Die Übung zeigte, dass genug Druck nach oben aufgebaut werden konnte, damit die Wasserabgabe auch in schwindelerregender Höhe funktioniert.

Übungen an historischen Gebäuden wie der St. Lambertus-Kirche wichtig

Parallel zu diesem Szenario wurde die Übung für die Wehr- und Zugführer um ein Planspiel erweitert. „Dabei war die angenommene Lage, dass aus dem Schwelbrand ein Vollbrand der Kirche geworden ist“, erläuterten Kahl und Bergelt. „Da ging es dann vor allem darum, welche umliegenden Gebäude evakuiert werden müssen, was an nachrückenden Kräften angefordert werden muss und wo Bereitstellungsräume geschaffen werden können“, so Bergelt. Dieser ungewöhnliche Dienstabend war von langer Hand geplant. Die Ausarbeitungen starteten sogar „schon vor dem Brand von Notre Dame“, verriet Bergelt, angesprochen auf den Großbrand im April dieses Jahres, bei dem große Teil des historischen Bauwerks der Kathedrale in Paris zerstört worden war. Gerade dieses verheerende Feuer habe gezeigt, „das auch wir gerüstet sein müssen, denn oben im Turm ist sehr viel Holz verarbeitet“, schob Robert Bergelt hinterher. 

Rund 60 Blauröcke hatten am Montagabend bei der gemeinsamen Dienstübung der drei Ascheberger Löschzüge teilgenommen. Zeittechnisch lagen sie gut im Rennen. „Wobei im Ernstfall immer noch eine Schippe drauf gelegt wird“, so Sven Kahl, der sich vor allem bei der Kirchengemeinde bedankte, dass sie die Kirche als Übungsobjekt zur Verfügung gestellt hatte.

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