Herberner Sternsinger

Hier sind Autofahrer die Kamele: Diese Familien gebens fürs Sternsingen alles

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Herbern – Auch in Ascheberg, Herbern und Davensberg sind die Sternsinger an diesem Wochenende unterwegs. In Herbern sind neben 42 Kindern und Jugendlichen auch zwei Erwachsenen-Gruppen unterwegs. Seit über 27 Jahren ist Hugo Billermann Ansprechpartner Nummer eins, wenn es um die Sternsinger geht.

Organisieren, planen, immer vor Ort sein und – wenn Not am Mann ist – selbst mitmachen: Schon Wochen vorher dreht sich im Hause Billermann in Forsthövel alles um Kaspar, Melchior und Balthasar. Seit November haben sich die kleinen Könige mit Hugo Billermann in regelmäßigen Abständen für die Gesangsproben im Pfarrheim getroffen.

„Schade ist, dass sich immer weniger Kinder fürs Sternsingen melden. Das ist eine tolle Sache, bei der man helfen kann“, betont Billermann. Zu Hause pflegt der 46-Jährige Listen, damit alle wissen, wer für welche Straßen zuständig ist. Die Gewänder werden von Ehefrau Ute überprüft und eventuell noch einmal gewaschen. 

Telefon steht kaum still

Das Telefon steht in der ersten Januar-Woche kaum still, denn nicht nur die Kinder und Jugendlichen werden von Hugo Billermann betreut, sondern auch die erwachsenen Sternsinger, die jedes Jahr für die Missionsschwestern von der Unbefleckten Empfängnis der Mutter Gottes in Münster sammeln, sind mit Billermann verknüpft. In diesem Jahr sind einige Akteure ausgefallen. Dafür gibt Andreas Nienhaus sein Debüt – und auch Hugo Billermann selber muss ins königliche Gewand schlüpfen: „Wir haben zwei Könige, die ausfallen, das war schon etwas knifflig, dafür Ersatz zu finden.“ 

Seit November haben sich die kleinen Könige mit Hugo Billermann in regelmäßigen Abständen für die Gesangsproben im Pfarrheim getroffen.

Die Erwachsenen-Gruppe wurde vor 56 Jahren von Ulrich Nienhaus gegründet. Rainer und Birgit Nienhaus (als Sohn und Schwiegertochter) setzten seit nunmehr zehn Jahren die Tradition fort und kümmern sich in diesen Tagen um einen reibungslosen Ablauf. Das beginnt mit der Routenplanung und der Organisation der Fahrer (umgangssprachlich „Kamele“ genannt). 

Sternsingen ist für Familien eine Herzensangelegenheit

Auch das Schminken und der Herrichten der Kostüme gehört zu den Aufgaben. Für die Nienhäuser und die Billermänner ist das Projekt eine Herzensangelegenheit. „Das gespendete Geld kommt eins zu eins in Namibia an. Das ist für uns sehr wichtig“, sagt Birgit Nienhaus. Und Hugo Billermann ergänzt: „Es ist ein tolles Zusammenspiel. Wir sind einfach eine gute Truppe und es macht unheimlich viel Spaß, dabei zu sein.“ 

Accessoires sortieren, Gewänder anprobieren, Schminke auftragen – damit die Herberner Sternsinger auf die Reise gehen können, ist im Vorfeld allerhand zu tun.

Hugo Billermanns Bruder Toni und Schwager Manni sind in diesem Jahr nicht mit von der Partie, aber Sohnemann Hugo junior hat am Freitag schon einmal bei den Großen mitmachen dürfen. Die Sternsingeraktion steht diesmal unter der Überschrift „Frieden im Libanon und weltweit“ und nimmt besonders die Situation der Kinder in diesem Land in den Blick.

Seit Donnerstag sind die Sternsinger unterwegs. Der Abschlussgottesdienst wird am 6. Januar (Sonntag) um 10.30 Uhr in der St. Benedikt- Kirche gefeiert.

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