Fachklinik für substituierte Drogenabhängige in Herbern wächst

Anbau an Release-Fachklinik ist im Zeitplan  

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Viktor Nachtigall, Christiane Vogel und Prof. Dr. Leopold Balleisen feierten Richtfest.

Herbern - Den symbolisch letzten Nagel des Dachstuhls über dem Anbau der Fachklinik Release schlug Professor Dr. Leopold Balleisen, Präsident des Kostenträgers „Arbeitskreis für Jugendhilfe“, am Donnerstagnachmittag beim Richtfest an der Merschstraße selbst ein.

Anstelle des Zimmermanns, der kurzfristig verhindert war, sprach Architekt Viktor Nachtigall traditionelle Richtfest-Verse und bekräftigte nach dem Richtfest-Schluck mit glücksbringenden Scherben die guten Wünsche für das Bauprojekt. Betrieben wird die Fachklinik Release (Entwöhnung) vom Netzwerk Suchthilfe gGmbH Hamm. 

Prokuristin Christiane Vogel freute sich nach Fertigstellung des Rohbaus über den Fortschritt des 2,7 Millionen teuren Projektes, an dessen Ende eine barrierefrei ausgestattete Reha-Klinik stehen wird. „Die Baumaßnahme ist sehr gut vorbereitet, aber auch eine große Herausforderung“, sprach sie die intensive Planung und die Arbeiten im laufenden Betrieb an. Der neue Anbau mit einer Nutzfläche von 900 Quadratmetern verbindet, wie berichtet, künftig das bestehende alte Bettenhaus mit dem neuen Trakt. 

Mehr Betten für substituierte Drogenabhängige 

Nach der im April 2020 geplanten Fertigstellung des Traktes werde dann im zweiten Bauabschnitt die Sanierung des Altbaus nach und nach umgesetzt, sagte Vogel. Auch hier sollen Einzelzimmer plus Nasszellen die noch vorhandenen Doppelzimmer ersetzen, sodass der gesamte Bestand der Fachklinik aktuellen Standards angepasst sein wird, die die Deutsche Rentenversicherung als Versicherungsträger voraussetzt. Zuvor aber entstehen zunächst in dem neuen Anbau 20 Einzelzimmer mit Bad. Damit steigt das Angebot an Belegbetten im Klinik-Bestand von 30 auf 39 Betten. 

Altbau und neuer Trakt sind künftig direkt verbunden und die erweiterte Mensa wird von beiden Gebäudeteilen aus zugänglich sein. Leopold Balleisen lobte für den Arbeitskreis für Jugendhilfe die wechselseitig guten Kontakte zwischen Fachklinik, Anwohnern und ortsansässigen Firmen in Herbern. Das sei nicht selbstverständlich, betonte er. So nahm es auch Architekt Viktor Nachtigall wahr. 

„Das Projekt funktioniert auch dank des dörflichen Charakters gut, das hat sehr viel Freude gemacht“, sagte er und versprach eine moderne Klinik mit viel Aufenthaltsqualität. Vor dem Anbau bleibe ein großer freier Außenbereich, der nach der Fertigstellung neu gestaltet werde.

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