Erstmals über 3.000 Briefwähler in Ascheberg

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Im Ascheberger Rathaus findet wieder eine Wahl-Party statt.

Ascheberg - Die Gemeinde Ascheberg hat am Mittwochmorgen die 3.000. Briefwahl-Unterlagen zur Bundestagswahl am 24. September ausgegeben – so viele wie bei keiner Wahl zuvor. Das berichtet Johannes Goßheger, der für die Organisation des Urnengangs verantwortlich ist.

Schon öfter habe man geglaubt, die Marke zu knacken, so der Mitarbeiter der Verwaltung. Aber erst jetzt sei es dazu gekommen. Und nicht nur das: Bis zur Wahl seien es noch eineinhalb Wochen – „da kann’s noch weiter nach oben gehen.“ In ganz Deutschland steigt die Zahl derer, die schon vor dem eigentlichen Wahltag ihr Kreuzchen setzen wollen.

„Was fertig ist, ist fertig.“

Laut Goßheger bildet Ascheberg da keine Ausnahme. Etwa zwei Drittel der Briefwähler forderten die Wahlunterlagen via Internet oder schriftlicher Benachrichtigung per Post an, der Rest suche das Briefwahlbüro im Rathaus auf. „Wer einmal Briefwahl gemacht hat, bleibt gerne dabei“, ist Goßhegers Erfahrung. Abgesehen davon zögen es viele Wähler vor, sich den Wahltag, zumal ein Sonntag, für andere Aktivitäten freizuhalten. Überdies gingen viele Menschen auch beim Thema Wählen nach dem Motto vor: „Was fertig ist, ist fertig.“

Boom auf Briefwahl

Vom Boom bei der Briefwahl auf eine hohe Wahlbeteiligung zu schließen, wäre wohl unangebracht. In diesem Punkt aber stach Ascheberg zuletzt ohnehin hervor. An der Bundestagswahl 2013 hatten sich 9.222 von 11.734 Wahlberechtigten beteiligt; das waren mit 78,6 Prozent deutlich mehr als im Bundesdurchschnitt (71,5 Prozent). Diesmal sind 11 848 Ascheberger Bürger zur Stimmabgabe aufgerufen.

Wahl-Party

Bei der NRW-Wahl im Mai und zuvor bei der Landratswahl hat die Gemeinde auf eine traditionelle Wahl-Party im Ascheberger Rathaus verzichtet. Das hat allerdings für Irritationen gesorgt – unter anderem bei den örtlichen Parteien. Zur Bundestagswahl 2017 am Sonntag, 24. September, findet nun wieder eine solche Info-Veranstaltung statt. 

Ab 18 Uhr werden die Hochrechnungen von ARD und ZDF präsentiert, später nach und nach die Ergebnisse aus den heimischen Stimmbezirken und für den hiesigen Wahlkreis. Begründet worden war der Party-Verzicht damit, dass die Bürger – anders als früher – die Möglichkeiten haben, alle Wahlergebnisse in Echtzeit im Internet abzurufen.

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