Ein „architektonischer Leuchtturm“

Endlich offiziell: Ortskern-Supermarkt wird ein HIT

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Ascheberg – Die HIT Handelsgruppe mit Hauptsitz in Siegburg hat das Rennen gemacht und wird mitten in bester Ascheberger Ortskernlage einen voll sortierten Supermarkt errichten.

Den Zuschlag hat der Rat der Gemeinde am Donnerstagabend in nichtöffentlicher Sitzung erteilt. Am Freitagmorgen präsentierten Bürgermeister Dr. Bert Risthaus sowie Gesche Ahmann und Martin Wolf von der Bauverwaltung das Ergebnisdes zweiten Bieterverfahrens nach 2015 im Rathaus dann umgehend vor der Presse. Der Kaufpreis für das 7500 Quadratmeter großen Grundstücks liegt bei 2,8 Millionen Euro (375 Euro pro Quadratmeter). 

Zum Vergleich: Im ersten Bieterverfahren 2015 waren 1,8 Millionen Euro für das später nicht realisierte Projekt vereinbart. Die HIT Handelsgruppe betreibt laut eigenem Imagefilm über 100 Supermarktstandorte in Deutschland. In der heimischen Umgebung gibt es einen HIT-Markt in einem Münsteraner Gewerbegebiet in Münster, der aber in Größe und Aussehen nicht vergleichbar mit den Ascheberger Plänen sei, betonte der Bürgermeister. 

Regionale Produkte und Sushi im Regal

„Die HIT Handelsgruppe setzt einen architektonischen Leuchtturm“, schilderte Wolf die Intention des Unternehmens, den Entwurf sehr genau auf die umgebende Ortsstruktur abzustimmen. Mehrere Satteldächer, mehrfach verspringende Fassaden und eine auf den historischen Spieker nebenan abgestimmte Klinkerfarbe passen das Gebäude bis ins Detail der vorhandenen Baustruktur an. 

Daneben dürfte die Kunden des neuen Supermarktes aber vor allem auch interessieren, was innen auf die Warentische und in die Regale kommt. Und auch hier stimmt man das Sortiment abwechslungsreich ab. Neben klassischen Warengruppen wie SB-Ware Frische, Tiefkühlprodukte, Drogeriewaren, Feinkost, Babynahrung, Biosortiment oder regionale Produkte wird auch viel Innovatives geboten: Orangensaftpresse, Sushi, Salatbar, Essig- und Ölbar, Antipasti, Nussbar oder Frozen Yoghurt – um nur einige zu nennen. 

Die Gebäudeansicht aus der Vogelperspektive zeigt die Dreiecksform, die das vorhandene Grundstück gut ausnutzt.

Ein Café mit möglicher Sonntagsöffnung rundet das Gesamtpaket ab. Den Baubeginn des seit Jahren in Ascheberg dringend ersehnten Supermarktes siedelte Gesche Ahmann im Pressegespräch in der zweiten Jahreshälfte 2020 an. Ein weiteres Jahr brauche es dann in der Regel für die Bauzeit, immer vorausgesetzt, alles verlaufe ohne Verzögerungen, schränkte Dr. Risthaus ein. „Es war eine spannende Sitzung“, sagte Ahmann zur Entscheidungsfindung im Rat. 

Die Politiker hatten die Möglichkeit, die Entwürfe in geheimer Abstimmung anhand eines Punktesystems von null bis vier Punkten zu bewerten. In der ersten Bieterrunde 2015 hatte der Combi-Markt der Bünting GmbH für sich entschieden. Der Beschluss wurde später gekippt, weil gewünschte Nachbesserungen an dem Gebäudekomplex nicht geliefert werden konnten. 

Der Gebäudekomplex sei „faktisch und gefühlt zu groß“, hatten Anlieger vehement kritisiert. Inzwischen hatte die Gemeinde zudem einen weiteren Grundstückskauf in dem Bereich getätigt und mittels einer freiwilligen Umlegung mit einem Anlieger die Grundstücksgrenzen neu geordnet. Für das neuerliche Bieterverfahren hatten fünf Interessenten Entwürfe eingereicht. Drei wurde nach einer Vorauswahl durch die Verwaltung in die entscheidende Runde aufgenommen und am 9. Juli im Rat vorgestellt. 

Alle Entwürfe haben sich durch eine hohe Qualität ausgezeichnet“, betonte Dr. Risthaus zu der engen Entscheidung. Wie schon in der ersten Bieterrunde gab es die drei Bewertungsbereiche Kaufpreis (40 Prozent), Städtebaulicher Entwurf (40 Prozent) und Nutzungskonzept (20 Prozent).

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