3D-Kino kommt erstmals nach Herbern

Eine Hauptattraktion fehlt auf der St. Benedikt-Kirmes 

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Die St. Benedikt-Kirmes in Herbern startet am Freitag.

Herbern - Die Dorfkirmes in Herbern vom 12. bis 14. Juli muss in diesem Jahr ohne das Fahrgeschäft „Musik-Express“ auskommen. Dennoch aber ist für Abwechslung gesorgt.   

Rolf Kehrenbergs ist in diesen Tagen spürbar erleichtert. Seit 28 Jahren organisiert er die St. Benedikt-Kirmes in Herbern. In diesem Jahr entwickelte sich die Planung aber zwischenzeitlich zu einer regelrechten Herkulesaufgabe. Bis vor Kurzem sah es nämlich danach aus, als würde sie diesmal (12. bis 14. Juli) vergleichsweise klein ausfallen. 

Der Veranstalter bestätigt das. „Es wird immer schwieriger Schausteller zu bekommen, das ist wahr. Und bis gestern sah es auch noch danach aus, als würde die Kirmes im Vergleich zum Vorjahr schrumpfen. Das ist aber nicht mehr aktuell“, gibt Kehrenberg allerdings Entwarnung. Gleichzeitig räumt er aber ein, dass es in diesem Jahr Verluste gibt, die die Veranstaltung definitiv schwer treffen. So wird es in diesem Jahr das Fahrgeschäft „Musik-Express“ nicht mehr geben. „Das ist schade. Gerade für junge Leute ist das auf der Kirmes ein Muss. Wir haben aber versucht, den Verlust so adäquat wie möglich zu kompensieren“, sagt der Marktmeister. Stattdessen werde es erstmals eine Film-Simulation geben. „So etwas wie ein 3D-Kino“, erklärt Kehrenberg. 

Kein Feuerwerk in diesem Jahr

Durch das Wegfallen des Musik-Express’ wird es auch kein Feuerwerk geben. Finanziert und durchgeführt wurde es in den vergangenen Jahren nämlich von den Schaustellern des beliebten Fahrgeschäfts. Eins zu eins ersetzt werde hingegen das Dosenwerfen: Dort können die Kirmes-Besucher am Wochenende zwar nicht mit Dosen, dafür aber mit Plüschratten auf Rattenfallen werfen. Das Spiel sei laut Kehrenberg stark ans Dosenwerfen angelehnt. Das Arrangement entstand ebenso kurzfristig wie zufällig. „Die Anfrage dieses Zustellers hat mich erst gestern erreicht. Der Mann ist derzeit bei einer Veranstaltung im Kreis Warendorf. Seine nächste Station ist wohl geplatzt. Das Schaustellergeschäft ist nun mal sehr schnelllebig. Da kann sich kurzfristig sehr viel tun“, erzählt der erfahrene Kirmes-Organisator. 

Außerdem fehlen wird der Weinstand, den die kfd im Vorjahr zum ersten Mal betrieben hat. Dafür werde es aber an anderer Stelle eine Schmuckverkäuferin geben, betont Kehrenberg. Wesentlich kleiner werde die Kirmes in diesem Jahr nach derzeitigem Stand also nicht – zumindest, wenn kein Schausteller kurzfristig absagt. Für Kehrenberg ist die Entwicklung der Kirmes in Herbern kein Einzelfall. Das Kirmes-Sterben beträfe alle kleineren Orte. Die Nachfrage nach dem Rummel sei stetig gesunken. cz

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